„Wenn man beobachtet, zuhört und hinspürt,
bekommt man von der Welt sehr viel geschenkt und erzählt.“
 
(Evi Romen, Regisseurin von „Hochwald“)
 
Liebe Freundinnen und Freunde,
 
am 7. Oktober startet „Hochwald“ im Kino. „Billy Elliot vom Berge“ schrieb der österreichische Falter über das vielschichtige und bildgewaltige Außenseiterdrama der Südtiroler Regisseurin Evi Romen, das bereits mit dem Goldenen Auge des Zürich Film Festivals, dem Großen Diagonale Preis und drei Österreichischen Filmpreisen ausgezeichnet wurde.

Der queere Heimatfilm erzählt die Geschichte des jungen Tänzers Mario (Thomas Prenn), der in einem streng katholischen Bergdorf lebt. Als ihn sein Freund Lenz (Noah Saavedra) mit nach Rom nimmt, sieht Mario seine Chance gekommen. In einer Schwulenbar werden die beiden Opfer eines Terroranschlags. Mario kehrt allein ins Dorf zurück …

Eine besondere Empfehlung für alle Berliner*innen: Zum Kinostart wird Evi Romen den Film persönlich im Wolf Kino (7. Oktober, 18:30 Uhr) und im Klick Kino (8. Oktober, 20 Uhr) vorstellen.
Vor wenigen Wochen räumte „Tove“ bei den Jussis mächtig ab: Gleich sieben Auszeichnungen beim finnischen Filmpreis gingen an das berührende Biopic über die Mumins-Erfinderin Tove Jansson. Bilder von der glamourösen Jussi-Gala gibt es hier. Wir freuen uns riesig mit Regisseurin Zaida Bergroth und ihrem ganzen Team. Und sind voller Vorfreude auf den deutschen Kinostart am 24. März.

Bereits im Oktober ist „Tove“ in der queerfilmnacht exklusiv in 30 deutschen Städten zu sehen.
Leonie Krippendorffs „Kokon“ ist der wohl schönste lesbische Liebes- und Coming-of-Age-Film des letzten Jahres. Jetzt gibt es Leonies Debütfilm „Looping“ im Salzgeber Club. Jella Haase spielt darin eine junge Frau, die in einer psychiatrischen Klinik landet und dort Geborgenheit bei zwei anderen Patientinnen findet. Ein zärtlicher Freundinnenfilm, in dem die Kamera stets dicht auf den Körpern der Figuren bleibt und deren Suche nach Halt mit traumwandlerischer Poesie einfängt.

Und ab 7. Oktober erzählt Monica Zanetti in ihrer Teenager-Rom-Com „Ellie & Abbie“ die Geschichte einer schaurig-schönen ersten Liebe an einer australischen Highschool. Ellie ist super smart und total verknallt in ihre Mitschülerin Abbie. Für den Abschlussball will sie ihren Schwarm zum Date einladen. Doch plötzlich steht ihre längst verstorbene Tante Tara vor ihr. Als lesbische Aktivistin der 80er Jahre hat die natürlich einiges zum Fall beizutragen.
Und dann ...
 
... lassen wir mal den morgen stattfindenden Deutschen Filmpreis links liegen und empfehlen stattdessen den Feministischen Pornfilmpreis PorYes, der am 16. Oktober verliehen wird. Seit 2009 setzt sich PorYes für die respektvolle Darstellung aller Geschlechter und vielfältige Sexualitäten ein – und für lustvolle Alternativen zum Mainstream-Porno. Ausgezeichnet werden sexpositive, feministische Filme und ihre Macher*innen. Zu den Preisträger*innen früherer Jahre gehören auch Monika Treut (2013) und Annie Sprinkle (2011).

Die große Preisgala findet am 16. Oktober um 20 Uhr im altehrwürdigen Berliner Renaissance-Theater statt, an den beiden folgenden Tagen verhandeln das PorYes-Podium und die PorYes-Academy den aktuellen Stand feministischer Pornografie. Alle Infos zu Programm und Tickets gibt es hier.

Unser Bild zeigt Annie (rechts) und ihre Lebensgefährtin Beth, ihrerseits Sexpertin. In Monikas neuem Film „Genderation“, der ab 21. Oktober im Kino läuft, erzählen die beiden in faszinierenden Partnerinnenlooks u.a. von ihrem Engagement für Sexpositivismus und Ökosexualität.
Euch alles, alles Gute und Liebe aus der Prinzessinnenstraße!

Stay safe ...
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