Nothing to Hide 2

von Phil Dlab

Hardcover, 24×32 cm, 194 Seiten, ca. 170 Fotografien, Texte auf Deutsch und Englisch

Veröffentlichung: 1. November 2022

Mehr Fotos von Phil Dlab: www.bodytorium.com

Zum Buch im Salzgeber.Shop

Nothing to Hide 2

Nach dem großen Erfolg seines ersten Fotobuchs „Nothing to Hide – Young Men from Slovakia“ setzt Phil Dlab erneut dem maskulinen Charme junger Männer aus seiner slowakischen Heimat ein Denkmal. Sechs Protagonisten stehen im Mittelpunkt dieses Bandes. Sie verkörpern Athletik, Energie und Selbstvertrauen, sind im Einklang mit sich selbst und der sie umgebenden Natur. Ob Akte oder Porträts, ob in Farbe oder in Schwarz-Weiß, Phil Dlabs Fotografien fangen stets die Kraft der Authentizität und die Poesie des Augenblicks ein – die Freiheit schöner junger Männer, die wirklich nichts zu verbergen haben.

Following the great success of his first photo book, „Nothing to Hide – Young Men from Slovakia“, Phil Dlab returns to his Slovakian homeland and pays homage to the masculine charms of its young men. Six protagonists are the center of his attention. They embody athleticism, energy and confidence and are in harmony with themselves and their natural surroundings. Whether nudes or portraits, black-and-white or in color, Phil Dlab‘s photographs always capture the power of authenticity and the poetry of the moment–the freedom of beautiful young men who have nothing to hide.

Artist's Statement
Phil Dlab über „Nothing to Hide 2“ (gekürzte Fassung)

MANCHMAL IST DAS ZWEITE MAL SCHWIERIGER

Das erste Buch der „Nothing to Hide“-Serie zeigte sechs junge Männer aus meiner ursprünglichen Sammlung von Männerakten, und Inhalt und Konzept des vorliegenden Buches ist dem ersten sehr ähnlich. Die Jungs sind auch hier Models meiner frühen Arbeiten. Der Umfang wurde erweitert, um Platz für den letzten Teil zu schaffen, in dem Lukáš und Robert gemeinsam gezeigt werden. Als wir am Telefon den ersten Entwurf dieses Buches besprachen, sagte mein Verleger: „Die Jungs haben uns so gut gefallen, dass wir weitere Seiten hinzufügen mussten.“ Šimon und Patrik stammen aus dem ersten Jahr, in dem ich für meine Website bodytorium.com fotografiert habe (2019); die anderen sind aus dem Jahr 2020.

Ich bin ziemlich sicher, dass ich während der Arbeit am ersten Buch geistig nicht so erschöpft war wie heute, unter dem Eindruck scheinbar unablässig aufeinanderfolgender Wellen medizinischer Notfallmaßnahmen und ganz aktuell des Kriegs in der Ukraine. Seit mehr als drei Jahren fotografiere ich Männerakte, zwei davon während der Covid-19-Pandemie. Ich hoffe wirklich, dass wir das Schlimmste überstanden haben und dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nicht noch weiter außer Kontrolle gerät, als bereits geschehen. Es war nicht gerade leicht, zuversichtlich und gesellig zu sein, besonders während der Lockdowns, als in der Slowakei nur die elementarsten Versorgungseinrichtungen und solche, die keinen zwischenmenschlichen Kontakt erforderten, geöffnet bleiben durften.

DER VERSUCH, AUF MENSCHEN ZUZUGEHEN

Ob es sich dabei um die geistigen Begleiterscheinungen des Social Distancing handelt oder ob andere, finstere Kräfte am Werk sind: Die Welt verändert sich, und die „Schlichtheit“ oder auch „edle Einfalt“ der Slowakei verschwindet. Nicht jeder „Fortschritt“ ist ein Fortschritt. Zum Glück gibt es noch Überbleibsel des nostalgischen Paradieses in der Slowakei, wenn man die Stadt verlässt und weiter nach Osten reist. Ich weiß noch, dass ich bei meinen Besuchen in Košice (der ostslowakischen Stadt, aus der Patrik stammt) gedacht habe: „Wow, das ist wie Bratislava vor zwanzig Jahren. Wie aufregend!“ Die Stadt war äußerst lebendig, fast alles fand auf den Straßen statt. Die Menschen sahen zufriedener und zugänglicher aus, sie schienen sich weniger Gedanken um ihr soziales Image zu machen, waren natürlicher und von authentischer Schönheit. Es war, als hätten sie noch nie von Smartphones gehört. Ich werde nie den Abend vergessen, als mein Bruder und ich in Košice auf eine Ansammlung junger Menschen trafen. Wir blieben mit offenen Mündern stehen, wie angewurzelt angesichts dieser Manifestation überlegener Schönheit. Es geht also vor allem darum, zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein.

Die Leute fragen mich, ob ich daran denke, außerhalb der Slowakei zu fotografieren. Obwohl die Slowakei ein Thema ist, das ich wirklich mag und dem ich für immer treu bleiben werde, bin ich von Zeit zu Zeit sehr versucht, mich einige Monate in Split oder Dubrovnik niederzulassen und die „zweite Phase“ meiner fotografischen Arbeit zu beginnen. Vielleicht werde ich die nächste Sammlung meiner fotografischen Arbeiten „Junge Männer aus der Slowakei und Kroatien“ nennen.

Phil Dlab, September 2022

Artist's Statement – ENGLISH
Phil Dlab on "Nothing to Hide 2" (Edit)

SOMETIMES, THE SECOND TIME IS HARDER

The first book from the Nothing to Hide series featured six guys from my initial collection of male nudes, and the content and format of this book are very similar. The guys are still all from what I consider to be my early works. Some additional pages were included to make more room for the section at the end that features Lukáš and Robert together. During a call to review the first draft of this book, my publisher said, “We loved these guys so much, we had to add more pages.” Šimon and Patrik are from my first year (2019) of shooting for my web site, bodytorium.com; the others are from 2020.

I’m pretty sure that during the making of book one, I wasn’t quite as mentally fatigued as I feel today, following seemingly never-ending wave after wave of emergency health measures, and more recently, the war in Ukraine. I’ve been photographing male nudes for over three years, two of them during the COVID-19 pandemic. I really hope that the worst is behind us, and that the Russian-Ukrainian war doesn’t spiral out of control more than it already has. Being upbeat and social hasn’t exactly been easy, especially during the lockdowns, when only essential services, and I assume services that did not require human contact, were allowed to stay open in Slovakia.

BEING SOCIAL (OR TRYING TO BE)

Whether it’s the mental side effects of prolonged social distancing or something more sinister at play, the world is changing, and the “simpler days” or the “beautiful innocence” of Slovakia are fading. Not all “progress” is progress. Fortunately, there are still remnants of this nostalgic paradise in Slovakia when you get out of the city, and the farther you travel to the East. I remember during my visits to Košice (the Eastern-Slovakian city that Patrik is from) thinking “Wow, this is like Bratislava was twenty years ago. This is amazing!” There was a vibrant city life and people were actually out on the streets. They looked more content, more approachable, less concerned about their image, and more pure and authentically beautiful. It was as though they hadn’t discovered smartphones yet. I will never forget one evening when my brother and I were looking at a crowd of young people in Košice. We stood still, with our mouths hanging open, paralyzed by the “next level of attractiveness” we were seeing. So it’s all about being at the right place at the right time.

People have asked me whether I plan to photograph outside of Slovakia. While Slovakia is a theme I really like and plan to continue indefinitely, from time to time I am very tempted to settle in Split or Dubrovnik for a couple of months, start “Phase Two” of my photography, and name my future photography collection “Young Men from Slovakia and Croatia.”

Phil Dlab, September 2022

BIOGRAFIE

Phil Dlab wurde in der Slowakei geboren, wuchs aber in Kanada auf. 2010 folgte er seinem langgehegten Traum, nach Europa überzusiedeln, und zog ins Land seiner Geburt. Im Sommer 2018 fing er an, wie er selbst sagt „Freunde und Freunde von Freunden“ zu fotografieren. So wurde aus einer privaten Berufung ein Beruf. 2019 ging bodytorium.com an den Start, wo Dlab seither der Schönheit der „Young Men from Slovakia“ ein Denkmal setzt. Sein im Herbst 2020 erschienener Bildband „Nothing to Hide“ war ein so großer Erfolg, dass Dlab im Herbst 2022 mit „Nothing to Hide 2“ nachlegt.

Phil Dlab was born in Slovakia but lived most of his life in Canada. For many years he dreamed of returning to Europe until finally making the big move to Bratislava in 2010. In the summer of 2018 he began to photograph friends from the freerunning and street workout scene in Slovakia, and in January 2019 he launched bodytorium.com. Due to the huge success of his first photo book “Nothing to Hide” Dlab released “Nothing to Hide 2” in the fall of 2022.

Material