„Fick Dich!“ – „Später. Erst zieh ich aus.“
 
(aus „Das Mädchen und die Spinne“
von Ramon & Silvan Zürcher)
 
Liebe Freundinnen und Freunde,
 
heute startet „Das Mädchen und die Spinne“ in den deutschen Kinos. Auch in ihrem zweiten Film komponieren die Schweizer Zwillingsbrüder Ramon und Silvan Zürcher („Das merkwürdige Kätzchen“) ein poetisches Panoptikum menschlicher Beziehungsformen. Es geht um zwei Freundinnen, die eine zieht aus der gemeinsamen WG aus, die andere bleibt zurück. Während Kisten geschleppt, Wände gestrichen und Schränke aufgebaut werden, tun sich Abgründe auf, und ein Begehrenskarussell nimmt immer mehr Fahrt auf.

Der tragikomische Katastrophenfilm wurde auf der Berlinale mit dem Encounters-Regiepreis und dem FIPRESCI-Award der Sektion ausgezeichnet. Und auch die Presse ist begeistert: „Ein wunderliches kleines Meisterstück“, lobt die Neue Zürcher Zeitung. „Ein großer Chor des Menschseins“, liest man in der Berliner Zeitung. Und für den Tagesspiegel ist die Spinne einfach „ein Wunder von einem Film“.

Zum Kinostart erscheint bei Salzgeber zudem ein Buch zum Film, bestehend aus Drehbuch, Essays, Making-of-Fotos, Filmstills und Zeichnungen. Auch von Cosima Lutz ist ein Text dabei. Ihre Reflexion über Doppelgänger, komplizierte Liebe und Trennungsschmerz gibt es außerdem in der sissy zu lesen.
Im Juli präsentiert die queerfilmnacht „Glück“, bevor das lesbische Liebesdrama am 22. Juli auch regulär im Kino startet. In ihrem zweiten Langfilm erzählt Henrika Kull („Jibril“) von den Sexworkerinnen Sascha und Maria, die sich an ihrem Arbeitsplatz, einem Bordell in Berlin, kennenlernen. In authentischen Bildern folgt sie ihren beiden Hauptfiguren, die sich erst umschleichen, dann umtanzen, bald nicht mehr ohne einander können, aber auch nicht wirklich miteinander.

In ausgewählten Kinos ist jetzt auch das schwule Schweizer Drama „Beyto“ zu sehen. Voller Empathie erzählt Gitta Gsell darin die Liebesgeschichte zwischen Beyto, einem jungen Schweizer mit türkischen Wurzeln, und seinem Schwimmtrainer Mike. Um Tradition und Ehre zu wahren, sehen Beytos konservative Eltern nur einen Ausweg: Mit einem Vorwand locken sie ihren Sohn in ihr türkisches Heimatdorf und organisieren eine Hochzeit mit einer Frau. Eine multikulturelle Liebes- und Emanzipationsgeschichte zwischen Zürich und Anatolien.
Heute Abend um 23h25 zeigt rbb QUEER das wunderbare queere Road-Movie „Lola und das Meer“. Als Lolas Mutter stirbt, sorgt ihr Vater Philippe dafür, dass sie die Trauerfeier verpasst. Zwei Jahre zuvor hatte er den Kontakt zu ihr abgebrochen, weil er das Trans-Coming-out „seines Sohns“ nicht akzeptieren konnte. Doch Lola ist entschlossen, ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen: diese wollte unbedingt an der belgischen Küste beigesetzt werden – und zwar von Philippe und Lola zusammen. Für ihre einfühlsame Darstellung wurde Mya Bollaers als erste trans Person mit dem belgischen Filmpreis Magritte ausgezeichnet.

Sieben Jahre hat Benjamin an seinem zweiten Spielfilm gearbeitet: einem autobiografischen Drama über Liebe und Einsamkeit, in dem er selbst die Hauptrolle spielt. Am Vorabend der Premiere lernt er in einer Bar den charismatischen französischen Sänger Noah kennen und fühlt sich wie magisch zu ihm hingezogen. Doch ist er gerade jetzt bereit für die wahre Liebe? Simon Amstells musikdurchflutete romantische Komödie „Benjamin“ ist am 15. Juli um 23h25 bei rbb QUEER zu sehen.
Die Salzgeber Buchverlage freuen sich über das Erscheinen eines neuen Bildbands: „Nudes“ vom Berliner Fotografen Richard Kranzin.

Die queere Presse liebt das Buch offenbar genauso wie wir: „Die in ‚Nudes‘ gezeigten nackten Männer sind schön, weil sie bei sich selbst sind“, schreibt queer.de, „ein stylisches Muss für Freunde der Homoerotik in der Fotografie“ schreibt maenner.media, „roh, magisch und authentisch“ urteilt das Boner Magazine.
Und dann ...
 
... suchen wir zum 1. September 2021 eine Person (m/w/d) für die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien. Freundliche, lernfreudige, belastbare und filmbegeisterte Menschen können Ihre Bewerbungen gerne direkt an nurja@salzgeber.de schicken.
Euch alles, alles Gute und Liebe aus der Prinzessinnenstraße!

Stay safe ...
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