VoD-Premiere

Diese Woche zeigen wir Euch anlässlich der Ausstellung „The Garden. Kinematografien der Erde“ im Berliner silent green Kulturquartier den Film „The Garden“ von Derek Jarman, der knapp 30 Jahre nach seiner Uraufführung vom British Film Institute digital restauriert wurde. Darüber hinaus präsentieren wir Euch anlässlich des Todes von Sebastian Heidinger (1978-2021) dessen Film „Drifter“ (2007) über Aileen (16), Angel (23) und Daniel (25), die sich in die Anonymität der Großtadt Berlin geflüchtet haben. Außerdem im Club: die Bruce-LaBruce-Filme „Hustler White“, „Super 8 ½“ und „No Skin Off My Ass“.

In der queerfilmnacht & im Kino

ein Film von Henrika Kull

Sascha arbeitet schon seit Jahren im Berliner Bordell Queens. Maria ist die Neue, unangepasst, autark, queer. Sascha fühlt sich sofort von dieser Andersartigkeit angezogen, Maria wiederum ist fasziniert von Saschas Souveränität. Aus der Anziehung wird eine Liebe, die anders funktioniert, als alles, was beide bisher kannten. Es ist die Verheißung auf das große Glück. Doch dann droht ihre Verbindung zu zerbrechen – an der Angst, sich einander wirklich zu zeigen und sich den eigenen Abgründen zu stellen.

Im Kino

ein Film von Ramon und Silvan Zürcher

Lisa zieht aus, Mara bleibt zurück. Während Kisten geschleppt, Wände gestrichen und Schränke aufgebaut werden, tun sich Abgründe auf, lassen Sehnsüchte den Raum anschwellen und ein Begehrenskarussell nimmt immer mehr Fahrt auf.

Ab 19. August im Kino

ein Film von Piotr J. Lewandowski

Darko ist ein Überlebenskünstler. Seit Jahren schlägt sich der 22-jährige Mazedonier mit seinen besten Freunden Yanoosh und Manolo irgendwie durch, ohne Aufenthaltserlaubnis, immer in Deckung vor der Polizei. Um sich und seine kranke Mutter über Wasser zu halten, verkauft er alte Autoteile und züchtet Tauben, die er auf Hochzeiten fliegen lässt. Als er bei einer Feier die geheimnisvolle Künstlerin Alina kennenlernt, wirft er sich voller Leidenschaft in eine Affäre mit ihr. Doch die Liebe zu Alina entfernt Darko immer weiter von dem, was ihm bis dahin Halt gegeben hat. Plötzlich steht sein großer Traum von einer besseren Zukunft auf dem Spiel.

Ab 5. August im Kino

ein Film von Jeremy J.P. Fekete

Er war die erste Las-Vegas-Ikone, Prunk-Pianist, Showgigant und Idol für Millionen: Liberace! „I’m a one-man-Disneyland!“ Getreu dieser Maxime wuchsen die schillernden Shows und schmalzig-poppigen TV-Auftritte des „King of Bling“ ins Unermessliche – mit strassbesetzten Rolls-Royce-Limousinen, meterlangen schneeweißen Chinchilla-Mänteln, pompösen Nerz-Stolen und kiloweise Brillantschmuck. Dabei flirtete er breit lachend und augenzwinkernd mit seinem Publikum und avancierte zum Lieblingsschwiegersohn der amerikanischen Mütter. So legendär Liberaces Auftritte waren, so paradox war sein Privatleben: Kein anderer Künstler kultivierte schwule Selbstinszenierung derart glitzernd auf den größten Bühnen, doch öffentlich stritt Liberace seine Homosexualität stets vehement ab. 1987 starb er an den Folgen von Aids.

Ab 12. August im Kino

Buch Tucké Royale · Regie Johannes M. Schmit

Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit zeigen in ihrem Debütfilm einen jungen queeren Mann in der Uckermark. Der Film entstand fernab der großen Metropolen als unabhängige Produktion in einem Künstler*innen-Kollektiv, dem es um ambivalente (Gegen-)Erzählungen und eine „Neue Selbstverständlichkeit“ geht. Im Januar 2020 feierte „Neubau“ seine Uraufführung im Spielfilm-Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Dort wurde er als Bester Spielfilm ausgezeichnet und dabei von der Jury besonders für seine „Kraft Empathie zu erzeugen“ gelobt. Tucké Royale erhielt zudem für sein Buch und Schauspiel den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.