Auf DVD

Bird’s Nest – Herzog & de Meuron in China

ein Film von Christoph Schaub und Michael Schindhelm

Schweiz 2008, 88 Minuten, Originalfassung in Deutsch, Englisch und Mandarin, teilweise mit deutschen Untertiteln

FSK 0

Bird’s Nest – Herzog & de Meuron in China

China verändert sich rasend schnell. Noch immer wird in diesem Land mehr gebaut als in ganz Europa im Verlauf der vergangenen Jahre. International renommierte Architekten werden angefragt. Bauen zwischen zwei Kulturen, zwei architektonischen Traditionen, zwei politischen Systemen.

Der Dokumentarfilm von Christoph Schaub und Michael Schindhelm verfolgt verschiedene Projekte der Basler Star-Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron in China: das National Stadium für die Olympischen Spiele 2008 in Peking und ein ganzer Stadtteil in Jinhua. Im einen Fall entwerfen sie für den internationalen Auftritt Chinas, im anderen für die ganz alltäglichen Bedürfnisse der Bevölkerung.

Trailer

Die Protagonisten

Jacques Herzog und Pierre de Meuron sind die Gründer des gleichnamigen Architekturbüros in Basel, welches weltweit tätig ist. Die beiden Architekten sind Freunde seit ihrer Schulzeit und als Berufsleute seit Studienabschluss Partner, welche äusserst kreativ und effizient zusammen-arbeiten, auch wenn oder gerade weil ihre Persönlichkeiten sehr unterschiedlich sind. Beide sind im Entwurf aller Projekte gleichzeitig involviert, das heisst es gibt keine Trennung in Projekte, die vom einen oder vom anderen begleitet werden.

Jacques Herzog ist der wirbelnde und kommunikationsbegabte „Außenminister”, der mit unerwarteten Ideen seine Umgebung auf Trab hält. Er ist außerdem ein effizienter Networker. Dies kommt ihm in China zugute, denn dort ist es nicht möglich erfolgreich zu arbeiten, ohne über ein gut ausbalanciertes Network zu verfügen.

Pierre de Meuron ist der ruhige, profunde und lösungsorientierte „Innenminister“, der aber gerade im Projekt des National Stadium sehr stark nach außen operiert. Er versucht obsessiv immer wieder Lösungen zu optimieren und kämpft hartnäckig für ‚seine’ Idee gegen den phasenweise massiven Druck der Bauherren, des Generalunternehmers oder der behördlichen Seite.

Der chinesische Konzeptkünstler, Kurator, Architekt und Publizist Ai Weiwei gehört zu den Vaterfiguren der neuen chinesischen Kunstbewegung. Als Sohn des bekannten Dichters Ai Qing hatte er und seine Familie unter der Kulturrevolution schwer gelitten und wurde in die Wüste Gobi verbannt. 1981 verliess er sein Land und lebte und arbeitete bis 1993 in der New Yorker Lower East Side. Zurück in China, begann er mit einer Reihe von Projekten, die grundlegend für die Entwicklung der experimentellen Kunst seines Landes sein sollten. In seiner Arbeit vermittelt er die Traditionen Chinas, indem er die kulturellen Artefakte seines Landes zerstört und manipuliert. International bekannt wurde er durch seine bei der documenta 12 ausgestellten Installationen. Herzog und de Meuron haben Ai Weiwei von Beginn an als inhaltlichen Ratgeber und als „cultural interpreter“ in ihre China-Projekte integriert. Ai Weiwei wurde bereits für die ersten Überlegungen zu Beginn des Projektes nach Basel eingeladen.

Der Schweizer Dr. Uli Sigg ist seit den späten siebziger Jahren mit China und seiner Kultur vertraut. 1980 etablierte er das erste Joint-Venture-Unternehmen zwischen China und dem Westen und war von 1995–98 Schweizer Botschafter in Peking. Auch heute ist Uli Sigg weiterhin in China tätig und spielt für die chinesische Kunst über seine Sammlertätigkeit hinaus eine wichtige Rolle als Vermittler, Förderer und Mäzen der Künstler. Seit Ende der 70er Jahre, den Anfängen der chinesischen Gegenwartskunst, verfolgte Uli Sigg die dortige Szene, um dann ab den neunziger Jahren zusammen mit seiner Frau Rita systematisch chinesische Kunst zu sammeln. Im Team von Herzog & de Meuron hat er die Rolle des „kulturellen Übersetzers“ übernommen. Er stellte den Kontakt zu Ai Weiwei her und vor wichtigen Verhandlungen mit der Bauherrschaft fungierte er als Berater der Architekten. Seine Sammlung umfasst mittlerweile eine Abteilung chinesischer Gegenwartskunst, die mit rund 1200 Werken von beinahe 200 Künstler/innen an Umfang und Niveau ohne Parallele ist.

Dr. Yu Qiu Rong ist der Bauvorsteher in der Stadtregierung von Jinhua und Mitglied der kommunistischen Partei, ein moderner und pragmatisch denkender Funktionär. Er hat über Ai Weiwei die Basler Architekten kontaktiert, um ein exemplarisches Bauwerk in seiner Stadt realisieren zu lassen. Ein für chinesische Verhältnisse waghalsiger politischer Entscheid.

Li Xinggang leitet als Architekt ein 15-köpfiges Team innerhalb der Chinese Architectural Design & Research Group (CAG) in Peking. CAG fungiert als Pekinger Partnerbüro von Herzog & de Meuron.
Während der ganzen Planung und der Realisierung des Stadions arbeiten die Architekten der beiden Büros eng zusammen. Für Herzog und de Meuron ist diese Zusammenarbeit eine Art Rückversicherung, die sie auch vor grösseren Anfeindungen und planerischen Leerläufen schützt.

Stefan Marbach ist Partner bei Herzog & de Meuron. Er hat seit dem Wettbewerb am National Stadium gearbeitet und das Projekt architektonisch und entwerferisch zusammen mit Jacques Herzog und Pierre de Meuron entscheidend mitgeprägt. Darüber hinaus hat er auch monate-lang das Pekinger Büro vor Ort betreut.

Li Aiqing ist Kommunist und gleichzeitig ein wichtiger Mann im Wirtschaftsleben Pekings. Li Aiqing ist der Chairman der Bejing State-Owned Assets Management. Diese „Firma” soll für die Stadt Peking die Immobilien und die Autobahnen wirtschaftlich erfolgreich bauen und verwalten. Auf der staatlichen Seite ist er der wichtigste Ansprechpartner für Herzog und de Meuron, immer besorgt, dass das Stadion von politischer Seite nicht unter Beschuss kommt. Gleichzeitig musste er auch große Kostenreduktionen gegenüber Herzog & de Meuron durchsetzen.

Prof. Zhi Yin vom Urban Planning & Design Institute an der Universität Tsinghua in Peking ist ein kritischer Beobachter der architektonischen Entwicklung in China.

Fang Hangting lebt im Dorf Yiwu, welches in der Nähe von Jinhua liegt. Er verdient sein Geld mit kleinen Elektrikerarbeiten und wohnt mit seinen Eltern und seiner Großmutter in zwei bescheidenen Räumen. Das Dorf wird es wohl in seiner Form nicht mehr lange geben, denn es gehört zum wirtschaftlichen Entwicklungsgebiet von Jinhua. Im Film erzählt er wie er sein zukünftiges Leben sieht.

Die Filmemacher

CHRISTOPH SCHAUB (*1958): Das Publikum kennt Christoph Schaub vor allem durch seine Filme „Jeune Homme”, „Sternenberg” und „Stille Liebe”. Die Filme fanden beim breiten Publikum wie bei der Filmkritik im In- und Ausland große Resonanz. Ein weiterer Schwerpunkt sind seine Dokumentarfilme, vor allem zu architektonischen und urbanistischen Themen. Zu den auch international bekannten Filmen gehören u.a. „Die Reisen des Santiago Calavatrava”, „Il Girasole – una casa vicino a Verona”, „Il project Vrin” und „Lieu, Funcziun e Furma – l’architectura da Peter Zumthor e Gion A. Caminada”. Geboren wurde der Regisseur 1958 in Zürich. Er brach 1982 sein Germanistikstudium ab, um sich dem Film zu widmen. Christoph Schaub wurde Mitglied des Videoladen Zürich (1981-1992) und war am Aufbau der Dschoint Ventschr AG (1988-94) beteiligt. Von 1996-2004 war er freiberuflicher Dozent für Realisation im Studienbereich Film/Video an der Höheren Schule für Gestaltung und an der F+F Zürich. Für die EXPO 2002 arbeitete er als künstlerischer Leiter für die Ausstellung ONOMA.

MICHAEL SCHINDHELM (*1960): In der ehemaligen DDR aufgewachsen. Nach dem Studium der Quantenchemie im russischen Woronesch arbeitete er zunächst an der Ostberliner Akademie der Wissenschaften, die er gegen die offizielle Planung frühzeitig wieder verließ. Danach übersetzte er u.a. Stücke von Gogol und Tschechow ins Deutsche. Nach der Wende wurde er Theaterintendant u.a. in Gera, Altenburg und schließlich in Basel. Das Theater Basel wird 1999 Theater des Jahres und erhält im gleichen Jahr sowie 2001 den Bayrischen Theaterpreis. 2003 tritt Schindhelm als TV-Moderator und Gastgeber von der Talk-Show „Der Salon” im Schweizer Fernsehen auf. Im selben Jahr realisiert er den Dokumentarfilm „Lied von der Steppe” (TV 60’ arte, ZDF, 3-sat, SF DRS). Im April 2005 wurde er zum Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin ernannt. Seit 2007 ist er als Kulturdirektor in Dubai tätig. Er hat diverse Romane (u.a. „Roberts Reise”, 2002), Publikationen und Essays veröffentlicht.

Fragen an die Filmemacher

Christoph Schaub

Wie kam es zu diesem Film?
Ich verfolge die Arbeit von Herzog & de Meuron schon einige Jahre und hatte die Architekten bereits früher für einen Film angefragt. Damals sagten sie mir, sie seien bereits für einen Film kontaktiert worden. Wie sich dann herausstellte, war Michael derjenige, der auch schon länger recherchierte und sich konzeptionell mit ihren Projekten in China beschäftigt hatte.
Das Schweizer Fernsehen SF signalisierte grundsätzliches Interesse. Gemeinsam entschieden sie, die T&C Film als Produzentin anzufragen und mir eine Zusammenarbeit vorzuschlagen. Die Komplexität und der Zeitumfang des Projekts haben eine Kooperation erforderlich gemacht. Sinnvoll war sie insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Profile, welche Michael Schindhelm und ich mitbringen.

Sie haben schon einige Filme gemacht, die sich mit Architektur oder Architekten befassen. Was ist bei „Bird’s Nest” anders, neu?
Es geht uns bei diesem Film nicht nur um die Betrachtung von Architektur, sondern auch um das Nachdenken über die urbanen Lebenszusammenhänge in der heutigen Gesellschaft. So hat uns der Kontext ebenso interessiert, d.h. der gesellschaftliche Zusammenhang, der in der Architektur entsteht und nicht nur die Architektur an sich. Wenn Schweizer Architekten in China bauen wollen/können – in einem Projekt für die Olympiade, im anderen in irgendeiner Pro-vinzstadt ein Quartier für mehrere 10’000 Bewohner – ist dies eine Provokation. Unser Interesse galt, neben dem Begreifen der eigentlichen Architektur, der Konfrontation der westlichen mit der chinesischen Kultur.
Dieses Spannungsfeld bietet sich an, um die verschiedenen Denkweisen der beiden Seiten zu verstehen. Die Art und Weise wie Herzog & de Meuron ihre Projekte inhaltlich und formal entwickeln, hilft, diesen Ansatz für unseren Film fruchtbar zu machen. Herzog & de Meuron gehen in ihren Projekten inhaltlich und formal immer gleich vor: Vorab recherchieren sie im Umfeld, studieren die lokale Kultur, erkunden die Traditionen und suchen intensiv die Zusammenarbeit mit Künstlern. In China war es Ai Weiwei, der so auch für unseren Film sehr wichtig wurde.

Was waren die Schwierigkeiten beim Dreh?
„Bird’s Nest” ist ein Langzeitprojekt. Das war neu für mich. Die Dreharbeiten erstreckten sich über vier Jahre und es wurde etwa acht Mal in China gedreht. Man muss sich jedes Mal neu auf die Situation einstellen. In der Zwischenzeit hat sich immer wieder viel verändert: Die Protagonisten verändern sich. Es vergeht Lebenszeit. Spannend und schwierig gleichzeitig.
In China zu drehen ist organisatorisch aufwendig und muss akribisch geplant werden, um dem Sicherheits- und Kontrollbedürfnis der chinesischen Behörden zu genügen. Es war deshalb schwierig, die Spontaneität und Offenheit zu behalten, welche notwendig ist für dokumentarische Arbeiten. Die größte und interessanteste Herausforderung war der Versuch, die ‚andere’, die chinesische Mentalität etwas zu verstehen, ohne die Sprache zu sprechen. Dann waren auch die engen Zeitpläne der Architekten, die ebenfalls berücksichtigt werden mussten, schwierig für die Planung der Dreharbeiten. Alles in Allem für mich die komplexeste Ausgangslage, die ich je bei einem Dokumentarfilm hatte.

Gab es von der chinesischen Seite viele Einschränkungen?
Die Baustelle für das Olympiastadion ist für die Chinesen natürlich von größter Wichtigkeit. Gleichzeitig ist das internationale Interesse sehr hoch. Die Kontrollen bei der Baustelle waren enorm. Es wurde zunehmend schwierig, überhaupt zugelassen zu werden. Doch mit der Zeit fanden wir Tricks, die Wachen am Eingang zu ‚überlisten’. Wir hatten immer mindesten zwei Chinesen bei uns, unsere ‚Behörden-geprüfte’ Aufnahmeleiter Yngli und ein junger Mann, der vom Aussenministerium abbestellt wurde. Beide halfen uns sehr und waren ausserordentlich gewandt im Umgang mit Verboten. In China heisst es meist zuerst ‘Nein’ und dann gilt es zu verhandeln mit meist positiven Ausgang. In der Provinz, in Jinhua war alles viel einfacher und eigentlich so unproblematisch. Einzig in der Nähe von Coiffeursalon durfte man nicht filmen, da das ‚versteckte’ Bordelle sind, wie wir dann lernten.

Was hat Sie am meisten erstaunt in den chinesischen Städten?
Bewegt man sich durch die chinesischen Städte, ist sofort augenfällig, wie die Chinesen den öffentlich Raum benutzen und in Anspruch nehmen. Erstaunlich und unglaublich schön ist auch, wie sich die Leute in Pärken treffen, um die ‘Freizeit’ gemeinsam zu nutzen: Tai Chi, Sport, Spielen, Musizieren, Tanzen, aber auch Massieren und Haare schneiden. Geht man in Peking am Morgen früh durch die Pärke, glaubt man sich ob all den tanzenden und singenden Menschen in einer anderen Welt – wie in einem Traum. Vielleicht sieht das Paradies so aus, der Ort, wo man den ‚himmlischen Frieden’ zu finden hofft.

Michael Schindhelm

Sie kennen Asien gut, sind dort viel gereist. Was macht für Sie die Faszination des heutigen Chinas aus?
China ist eine Provokation: die älteste Kultur der Welt, politisch ein für uns Westler undurchschaubares Gelände, wirtschaftlich die kommende Weltmacht. 2008 wird wegen der Olympiade das Jahr Chinas sein. Keine andere Nation macht deutlich, dass unsere Gesellschaftskonzeption nicht universell ist und wir uns an Konkurrenten gewöhnen müssen, von denen wir immer noch wenig wissen und die wir kaum verstehen. Verstehen wollen gehört für mich aber zu den Grundantrieben, warum mich etwas interessiert.

Sie selbst sind in ihrem Leben bereits zwischen vielen Kulturen/politischen Systemen gewandert. Sie sind in der ehemaligen DDR aufgewachsen, haben auch in der Schweiz gearbeitet, leben heute in Dubai. Gibt es für Sie eine gewisse Seelenverwandtschaft mit den Kulturen wandelnden Architekten?
Vielleicht, vielleicht sind wir aber auch sehr verschieden. Die beiden Architekten sind seit vielen Jahren Freunde. Ich habe sie in Basel kennen gelernt. Sie haben immer dort gelebt und haben sicherlich einen klaren Begriff davon, was für sie Heimat ist, Wurzeln sind etc. Für mich ist das anders. Herzog & de Meuron operieren von einer starken Verwurzelung aus, sie sind global, spielen auf verschiedenen Kontinenten eine Rolle, aber interessieren sich nach wie vor allem dafür, was in Basel und was in der Schweiz passiert. Mein Heimatbegriff hat weniger mit Orten und Tradition zu tun, mehr mit Menschen, gelebter Geschichte, Glück, Enttäuschungen, Provokation und Selbstprovokation. Mich zieht das Fremde an, manchmal vielleicht mehr als gut ist. Aber ich glaube, unter dem Strich ist es gut, immer wieder über die Grenze zu gehen. Und da gibt es zu Herzog & de Meuron natürlich eine grosse Nähe.

Der Film wurde über eine Zeitspanne von mehreren Jahren realisiert. Welche Veränderung/Wandel im modernen China haben Sie in dieser Zeit im modernen China beobachten können?
Beijing und wahrscheinlich auch die Provinz sind internationaler geworden. Vor vier Jahren war es fast unmöglich, selbst in einem Hotel einen Chinesen in einer anderen Sprache als Chinesisch sprechen zu hören. Heute kommt man schon ganz gut durch. Der Ausländer (die Langnase) gehört inzwischen zum Straßenbild und führt nicht mehr zu Ansammlungen. Die kommunistische Macht zeigt sich weniger martialisch. Man wird sehen, ob das so bleibt. Viele Leute fragen sich ja inzwischen, ob man mit einem Zwischenfall rechnen muss. Die Spiele sind wieder politisch, wie sie es 1972 in München und 1980 in Moskau waren. Und natürlich wird die Oberfläche Chinas immer bunter und schaumiger. Eine Badewanne der westlichen globalen Kultur. Darüber ist man natürlich nicht nur froh. Shanghai zum Beispiel hat einen grossen Teil seiner Altstadt vernichtet und der Bauwut geopfert. Man hat manchmal das Gefühl, nach 5000 Jahren arbeiten die Chinesen jetzt an ihrer kulturellen Selbstzerstörung. Das wird ihnen aber bestimmt nicht gelingen…

Credits

Crew

Regie

Christoph Schaub, Michael Schindhelm

Buch

Christoph Schaub

Musik

Peter Bräker

Kamera

Stéphane Kuthy, Matthias Kälin

Schnitt

Marina Wernli

Produzent

Marcel Hoehn

eine Produktion von T&C Film, ARTE, SRG – SSR und Schweizer Fernsehen (SF)

im Verleih von Salzgeber