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Von Mädchen und Pferden

ein Film von Monika Treut

Deutschland 2014, 82 Minuten, deutsche Originalfassung

FSK 0

Kinostart: 4. Dezember 2014

Von Mädchen und Pferden

Ganz im Norden, am Rickelsbüller Koog, soll die 16-jährige Alex endlich feste Strukturen kennen lernen. Das zumindest erhofft sich ihre Adoptivmutter, die die Schulabbrecherin zu einem Praktikum auf den Reiterhof abgeschoben hat. Alex ist zunächst wenig begeistert – Rauchverbot, kaum Handyempfang, vor sieben aufstehen und viel Arbeit. Aber eben auch: Pferde, ein freier Blick auf Horizont und Meer – und die charismatische Reitlehrerin Nina, die offen lesbisch lebt. Gerade hat Alex eine erste Annäherung an Nina gewagt, als Kathy, ein Feriengast aus reicher Familie, mit ihrem eigenen Pferd auf dem Hof ankommt. Aus anfänglicher Eifersucht entwickelt sich zwischen den Mädchen eine Freundschaft, die bald über die gemeinsame Liebe zu den Tieren hinausgeht…

„Ein Film, der sich, anders als frühere von Monika Treut, ganz der Jugend hingibt und der Unschuld, der Schönheit und der Kraft der Natur, die sich auf die ZuschauerInnen genauso übertragen wie auf Alex. Es ist eine subtile und überraschende Aufforderung, diese Energie auf sich wirken zu lassen – wie die vitale Energie von Mädchen und von Pferden …“ (afterellen.com)

Trailer

Biografie

MONIKA TREUT, geboren am 6. April 1954 in Mönchengladbach. Die Filmemacherin studierte in Marburg Germanistik und Politik (Staatsexamen 1978) und promovierte 1984 mit der Dissertation „Die grausame Frau. Zum Frauenbild bei de Sade und Sacher Masoch.“ Im selben Jahr gründete sie mit der Regisseurin und Kamerafrau Elfi Mikesch die Hyäne Filmproduktion in Hamburg. Nach einer Theaterregie-Assistenz bei Werner Schroeter am Düsseldorfer Schauspielhaus lebte Monika Treut von 1989 bis 1992 in New York, wo u.a. der Spielfilm „My Father is Coming“ entstand. Ihre Spiel- und Dokumentarfilme erhielten Preise in Italien, Brasilien, England, den USA und Griechenland. Retrospektiven haben bisher in Cambridge, Bologna, Los Angeles, Toronto, Mexiko City, Lissabon, Thessaloniki, Athen, Sao Paolo, Helsinki, Taipeh, Warschau, Prag und Rio de Janeiro stattgefunden. Zwischen den Filmprojekten unterrichtet sie an Universitäten in Kalifornien und New York und schreibt Beiträge für Bücher und Zeitschriften. Treut ist Inhaberin der Produktionsfirma Hyena Films in Hamburg (www.hyenafilms.com).

Filmografie (Auswahl):

  • 1985

    „Verführung: Die grausame Frau“ (Spielfilm); Buch, Regie und Produktion zusammen mit Elfi Mikesch

  • 1988

    „Die Jungfrauenmaschine“ (Spielfilm); Buch, Regie und Produktion; Co-Produktion mit NDR

  • 1991

    „My Father Is Coming“ (Spielfilm); Co-Autorin, Regie und Produktion. Co-Produktion mit NDR

  • 1992

    „Female Misbehavior“ (vierteiliger Dokumentarfilm); Buch, Regie, Produktion

  • 1994

    „Taboo Parlor“ (Kurzspielfilm); Buch und Regie; für EROTIQUE Internationale Co-Produktion USA, Deutschland, Hong Kong, Brasilien; Produzenten: B&M Chase, Group 1 Films, Los Angeles

  • 1997

    „Didn’t Do It For Love“ (Dokumentarfilm); Buch und Regie; Produktion: Irene von Alberti, Filmgalerie 451

  • 1999

    „Gendernauts“ (Dokumentarfilm); Buch, Regie und Produktion; Co-Produktion mit WDR/arte

  • 2002

    „Kriegerin des Lichts“ (Dokumentarfilm); Buch, Regie und Produktion

  • 2005

    „Den Tigerfrauen wachsen Flügel“ (Dokumentarfilm); Buch, Regie und Produktion. Co-Produktion mit PTS, Taiwan.

  • 2005

    „Made in Taiwan“ (Teil der 3-sat Reihe: „Mädchengeschichten“); Buch, Regie und Produktion; Co-Produktion mit ZDF/3-sat und PTS-Taiwan.

  • 2009

    „Ghosted“ (Spielfilm); Co-Autorin, Regie und Produktion; Co-Produktion von Hyena Films mit Chi & Company, PTS, Taiwan, und ZDF/3-sat

  • 2012

    „Das Rohe und das Gekochte“ (Dokumentarfilm); Buch, Regie und Produktion; Co-Produktion von Hyena Films mit PTS, Taiwan

  • 2014

    „Von Mädchen und Pferden“ (Spielfilm); Buch und Regie; Co-Produktion von Hyena Films mit Salzgeber & Co. Medien GmbH


Preise:

  • 1989

    „Die Jungfrauenmaschine“: Bester Spielfilm und Darstellerpreis für die Hauptdarstellerin Ina Blum, Internationales Filmfestival Turin 1989

  • 1993

    „My Father Is Coming“: Bester Spielfilm, Internationales Filmfest Turin 1991; John Babuscio Award,Britisches Filminstitut, London 1993

  • 1999

    „Gendernauts“: Publikumspreis, Internationales Filmfestival Turin 1999; Publikumspreis, Mix Brasil, Sao Paolo 1999

  • 2002

    „Kriegerin des Lichts“: Publikumspreis, Internationales Dokumentarfilmfestival Thessaloniki 2002; nominiert für den Grimme-Preis 2003

  • 2007

    „Den Tigerfrauen wachsen Flügel“: Bester Dokumentarfilm, San Diego Women’s Film Festival 2007

  • 2009

    „Ghosted“: Special Achievement Award, Internationales Filmfestival Turin 2009