
ein Film von Joscha Douma
Deutschland/Österreich 2025, 98 Minuten, deutsche Originalfassung
Die Zukunft ist da und verspricht eine schöne, neue Welt: Fremdsprachen lassen sich in Sekundenschnelle lernen, Fachwissen einfach uploaden und virtuelle Rauscherlebnisse eröffnen neue Horizonte. Möglich machen das Anschlüsse am Kopf, über die sich menschliche Gehirne direkt mit Computern und sogar anderen Gehirnen verbinden lassen. Eine anarchistische Hacker-Truppe probiert das alles lustvoll aus – nur die kritische Mona (Naemi Florez) ist strikt gegen die neue Technologie. Doch als ihr Freund Milo (Jannik Schümann) in ein neurotechnisches Koma fällt, hat nur Mona den Mut, sich Brainbugs oder Mental Malware auszusetzen. Denn um Milo zu retten, muss sie selbst in seinen Kopf reisen.
Welchen Preis sind wir bereit, für die Zukunft zu zahlen? Und wenn Mensch und Technik eins werden – wer hat dann die Kontrolle? In „Cyberpunk Romance“ erzählt Regisseur Joscha Douma von einem technisierten Kontrollverlust, dessen erste Anzeichen sich heute schon in unserer Welt manifestieren. Ein ungebremst leidenschaftlicher Film in flackerndem Neonlicht, der in einer Welt von Big-Tech-Unternehmen, Deep-Brain-Stimulation und künstlicher Intelligenz die letzten Reste der Menschlichkeit sucht.
JOSCHA DOUMA (Regie) wurde 1975 im Ruhrgebiet geboren und wuchs im Münsterland auf. Abitur, Zivildienst und ein Volontariat am Institut für Neue Medien absolvierte er in Rostock. Dann studierte er Kulturwissenschaften an der Uni Hildesheim mit einem Schwerpunkt auf Literatur, Theater, Medien und Philosophie. Es folgten erste literarische und filmische Gehversuche. Danach ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. In dieser Zeit arbeitete er in allen möglichen Anstellungen vom Nachtwächter bis zum Lektor. Später lehrte er Stoffentwicklung und Kreatives Schreiben, sowohl an der Filmakademie, als auch im Ausland. Als Autor begann er unter dem Namen Belo Schwarz zu veröffentlichen.
Filmografie als Regisseur (Auswahl)
2003
„Zwölf ½ Minuten“ (KF)
2008
„Vom Besten aller Menschen“ (Dok.)
2014
„Erledigung einer Sache“ (KF)
2017
„Die besonderen Fähigkeiten des Herrn Mahler“ (KF)
2019
„Jemand und Niemand“ (KF)
2025
„Cyberpunk Romance“
NAEMI FLOREZ (Mona) wurde 1993 in Oelsnitz geboren. Ab 2017 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. In dieser Zeit spielte sie am Neuen Theater Halle. 2022 war Naemi Florez Teil des Casts der RTL+-Serie „Haus der Träume“. Für ihre Leistung wurde sie für einen New Faces Award nominiert. „Cyberpunk Romance“ ist ihr erster Spielfilm.
JANNIK SCHÜMANN (Milo) wurde 1992 in Hamburg geboren, wo er bereits als Kind in der Rolle des kleinen Amadé für das Musical „Mozart“ gecastet wurde. Folgend spielte er in vielen weiteren Musicals mit, sowie in Nebenrollen in Fernsehproduktionen. Bis 2010 besuchte er die New Talent Schauspielschule in Hamburg. Nach prägnanten darstellerischen Leistungen als Nebendarsteller in Filmen, wie „Mittlere Reife“, „Homevideo“ oder „Barbara“, spielte er 2013 in Gregor Schnitzlers „Spielbetrieb“ erstmals eine Kinohauptrolle. 2019 war er an der Seite Keira Knightley in „Niemandsland – The Aftermath“ erstmals in einem Hollywood-Film zu sehen. 2021 outete sich Jannik Schümann gemeinsam mit 185 anderen queeren deutschen Schauspieler:innen als Teil der Kampagne ActOut. Schümann ist ebenfalls als Synchron- und Hörspielsprecher tätig, unter anderem für die Drei ??? in der Rolle des Justus Jonas.
Regie
Joscha Douma
Buch
Belo Schwarz
Kamera
Sebastian Thaler
Ton
Steffen Graubaum
Schnitt
Melisa Krasniqi
Musik
Bamdad Afshar
Licht
Stefan Gauss
Szenenbild
Christian Strang
Kostüm
Nuria Heyck
Maske
Heidi Wick, Lydia Geißler
SFX Maske
Jörn Seifert (Twilight Creations)
VFX Produktion
Stina McNicholas
Casting
Stephanie Maile, Karl Schirnhofer
Koproduzent:innen
Veit Heiduschka, Julia Heiduschka, Christian Bachmann
Produzent
Rüdiger Heinze, Stefan Sportbert
Mona
Naemi Florez
Milo
Jannik Schümann
Kosmo
Thomas Mraz
Jules
Paula Hans
Elisa
Eleonore Weisgerber
Luzie
Anna Wagner
Ian
Nicklas Kingo
Toto
Valentin Hagg
Eine Produktion von Zum Goldenen Lamm Filmproduktion, Wega Film
in Koproduktion mit SWR, WDR, BR
in Zusammenarbeit mit Arte
mit Unterstützung von MFG Baden-Württemberg, ÖFI+, BKM, Land Salzburg
Im Verleih von Salzgeber