VoD-Premiere

Diese Woche zeigen wir Euch den zweifachen Teddy-Gewinner 2020 „Futur Drei“. In seinem autobiografischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwanderersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu konventionellem deutschem Kino. Weiterhin im Club zu sehen ist „Über Leben in Demmin“ von Martin Farkas. Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner das Leben. Farkas geht den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Außerdem im Club: der preisgekrönte „Neubau“ von Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit und der Dokumentarfilm „Conny Plank – The Potential of Noise“ von Stephan Plank und Reto Caduff.

In der queerfilmnacht online

Buch Tucké Royale · Regie Johannes M. Schmit

Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit zeigen in ihrem Debütfilm einen jungen queeren Mann in der Uckermark. Der Film entstand fernab der großen Metropolen als unabhängige Produktion in einem Künstler*innen-Kollektiv, dem es um ambivalente (Gegen-)Erzählungen und eine „Neue Selbstverständlichkeit“ geht. Im Januar 2020 feierte „Neubau“ seine Uraufführung im Spielfilm-Wettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Dort wurde er als Bester Spielfilm ausgezeichnet und dabei von der Jury besonders für seine „Kraft Empathie zu erzeugen“ gelobt. Tucké Royale erhielt zudem für sein Buch und Schauspiel den Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.

Event

Ab sofort gibt es „Futur Drei“ auf DVD, BluRay und als VoD! Um den Release gebührend zu feiern und mal zu zeigen, was online alles so geht, veranstalten wir zusammen mit dem Filmkollektiv Jünglinge das Festival „Futur 3.0“: Bis zum 18. April werden auf der Festivalwebsite Videos und Angebote veröffentlicht, die inhaltlich und thematisch an den Film anknüpfen. Ein Festival für alle, die den Film letztes Jahr verpasst haben, mehr über die Macher*innen und ihre Diskurse erfahren wollen und sich mit anderen zu „Futur Drei“ austauschen möchten!

Als VoD, DVD und BluRay

ein Film von Faraz Shariat

In seinem autobiographischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwandersohns in Deutschland – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zu einem konventionellen deutschen Kino, in dem post-migrantische Erlebnisse und Geschichten von Einwanderern und ihrer Familien allzu oft ausgeschlossen oder misrepräsentiert werden. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität erhielt „Futur Drei“, der im Panorama der Berlinale 2020 uraufgeführt wurde, bereits zwei Teddys und zwei First Steps Awards.

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Im Salzgeber Club & auf DVD

ein Film von Martin Farkas

Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser. Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opferzahlen der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt.