Jetzt im Kino

ein Film von Diana El Jeiroudi

Zensierte Bilder, verordnetes Schweigen, Gedanken im Geheimen. Das Leben der syrischen Filmemacherin Diana El Jeiroudi war von Diktatur, Kriegen und Angst geprägt. In ihrem Film reflektiert sie eine politische Tragödie epischen Ausmaßes und stellt dieser ein Mosaik zutiefst persönlicher Momente gegenüber. Die dargestellte Zeit reicht von ihren ersten Erinnerungen im Alter von sieben Jahren, als sie von ihrem Vater die erste Kamera geschenkt bekommt, bis zur Gegenwart, in der sie mit ihrem Partner in Berlin lebt. Trost bieten ihr das Kino, die Musik, die Gewissheit von Träumen und die Solidarität einer tiefen Liebesbeziehung.

Ab 18. August im Kino

ein Film von Michele Pennetta

Unter der sengenden Sonne Siziliens sammelt der Teenager Oscar mit seinem herrischen Vater und seinem Bruder Altmetall auf den Müllhalden, um es für ein wenig Geld weiterzuverkaufen. Ein paar Kilometer weiter putzt der aus Nigeria geflüchtete Stanley die Kirche. Er darf für sechs Monate bleiben und genießt den Schutz des Priesters, für den er sich auch um den Garten und die Schafe kümmert. Oscar und Stanley – zwei Überlebende, die scheinbar alles trennt, aber doch das Gefühl teilen, als In-die-Welt-Geworfene von den Entscheidungen anderer abhängig zu sein. Werden sie sich erkennen, wenn sie aufeinandertreffen, auch wenn es nur eine flüchtige Begegnung ist?

Im Kino

ein Film von C.B. Yi

Der junge Fei lebt in einer chinesischen Großstadt und verdient sein Geld als „Moneyboy“, als illegaler Sexarbeiter, um seine Familie auf dem Land zu unterstützen. Seine Verwandten akzeptieren zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität. Fei beschließt, sein Leben neu zu ordnen, sich zur Liebe zu bekennen und Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für seinen neuen Geliebten Long. Doch die Vergangenheit als „Moneyboy“ ist nicht so einfach abzustreifen …

Im Kino

ein Film von Joscha Bongard

Pornfluencer – das sind die neuen Influencer, über die niemand spricht, die aber trotzdem jeder kennt. Jamie Young und Nico Nice aka Youngcouple9598 aka Andreea und Nico haben als Porno-Paar im Internet ein Vermögen gemacht. Jetzt leben sie ihren Traum unter Palmen im Steueridyll Zypern. Doch wie sieht es hinter der Fassade aus?

In der Queerfilmnacht

ein Film von Marion Hill

Lane liebte Bertie, Bertie liebte Lane – und auch Fred. In New Orleans führten sie einst eine Dreierbeziehung, bis die irgendwann nicht mehr funktionierte und Lane aus dem gemeinsamen Leben verschwand. Zwei Jahre später haben Bertie und Fred geheiratet und sind zusammen nach Südfrankreich gezogen. Um die Sängerin Bertie aus ihrer Kreativkrise zu retten, holt Fred Lane zurück. Doch kaum überraschend bringt das den Alltag des Paars gehörig durcheinander.

Im Kino, im Salzgeber Club & als DVD

ein Film von Lutz Pehnert

Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert, seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. So heroisch das klingt, so irre und aberwitzig, mühevoll und traurig, hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film. Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.