Ab 19. Mai im Kino

ein Film von Lutz Pehnert

Bettina Wegner, geboren 1947 in Westberlin, aufgewachsen in Ostberlin, mit 36 Jahren ausgebürgert, seither „entwurzelt“. Der Werdegang der Liedermacherin gehört zu den spannendsten Lebensläufen des 20. Jahrhunderts. Es ist der Weg von einem Kind, das Stalin glühend verehrte, über eine hoffnungsfrohe Teenagerin, die mit ihren eigenen Liedern eine Gesellschaft mit bauen möchte, hin zu einer beseelten Künstlerin mit einer unerschütterlichen humanistischen Haltung. So heroisch das klingt, so irre und aberwitzig, mühevoll und traurig, hingebungsvoll und vergeblich ist es in den vielen Dingen des Lebens, die zwischen den Liedern eine Biografie ausmachen. Davon erzählt Bettina Wegner, davon erzählt der Film. Bettina Wegners Leben ist zugleich die Geschichte eines Jahrhunderts; es steckt in ihren Knochen, ihrer Seele, ihren Gedanken – und in ihren Liedern.

Heute im Kino

ein Film von Peeter Rebane

Estland in den 1970ern, auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs. Der junge Soldat Sergey dient auf einem Luftwaffenstützpunkt der UdSSR. Als Roman auf die Basis versetzt wird, verfällt Sergey dem Charme des kühnen Kampfpiloten. Doch die aufkeimende Liebe zwischen den Männern muss um jeden Preis geheim bleiben – Roman steht bereits auf der Überwachungsliste des KGB.

Im Salzgeber Club

ein Film von Noemi Schory

Salman Schocken (1877-1959) war Unternehmer, Mäzen, Verleger, Intellektueller, Bibliophiler, Sammler, Ästhet und Pazifist. In „Schocken – Ein deutsches Leben“ erzählt Noemi Schory vom vielschichtigen Leben und Werk des jüdischen Unternehmers und Kaufhausgründers, der seinen wirtschaftlichen Erfolg dazu nutzte, einer humanistischen Vision zu folgen, die die Kultur in den Mittelpunkt der menschlichen Entwicklung stellt – und jüdischen Menschen eine kulturelle Heimat gibt. Ein vielschichtiger Porträtfilm, der eine Brücke von frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart schlägt.

Im Salzgeber Club

ein Film von Stelios Kammitsis

Victoras ist Anfang 20 und lebt mit seiner Großmutter in der griechischen Küstenstadt Patras. Früher feierte er große Erfolge als Turmspringer, jetzt jobbt er in einer Möbelfabrik. Als seine Großmutter unerwartet stirbt, fasst Victoras sich ein Herz: Er steigt in ihren alten Audi und bricht nach Deutschland auf, wo seine Mutter lebt. Auf der Fähre trifft er den abenteuerlustigen Deutschen Mathias – und lässt sich überreden, ihn auf seiner Reise mitzunehmen.

Ab 26. Mai im Kino

Regie: Roman Kuhn

Die Fotografin Anja Niedringhaus ist 26, als sie 1992 nach Sarajewo kommt, um über den Krieg zu berichten. Vor Ort ist es bitterkalt, es gibt keinen Strom, kaum Nahrung, und jede:r ist ständig in Lebensgefahr. Der spanische Fotograf Sergio nimmt sie unter seine Fittiche und zeigt ihr, wie man in einem Kriegsgebiet überlebt. Anja berichtet mit Unterbrechungen fast drei Jahre von dem Schauplatz, später arbeitet sie u.a. im Kosovo und in Afghanistan. 2001 wechselt sie zur renommiertesten Bildagentur der Welt, Associated Press (AP). Ihre Fotos landen auf den Titelseiten der großen internationalen Zeitungen, 2005 erhält sie für ihre Berichterstattung aus dem Irak den Pulitzer Prize. In Kabul lernt sie die AP-Chefkorrespondentin Kathy Gannon kennen, beide sind bald ein unzertrennliches Team. Doch dann kommt es während der afghanischen Präsidentschafts¬wahlen 2014 zu einem verheerenden Anschlag …

Im Kino

ein Film von Serpil Turhan

Neno, Saniye und Hêvîn sind drei kurdische Frauen aus drei Generationen. Alle stammen ursprünglich aus Dörfern im Osten der Türkei und leben jetzt in Berlin. Jede Frau erzählt ihre Geschichte. „Köy“ (türkisch für Dorf) handelt von der Sehnsucht nach Zugehörigkeit, nach Heimat, nach Sicherheit und von der Freiheit des Ichs.