Ab 11. Juni im Kino

ein Film von Lutz Pehnert

Als Kronprinz von Erich Honecker machte Egon Krenz SED-Karriere, am Ende war er Staatschef der DDR. Doch er führte das Land nur 50 Tage, nach der Wiedervereinigung wurde er wegen seiner Mitverantwortung für die Mauertoten zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Seit seiner Entlassung 2003 lebt er in Dierhagen an der Ostsee.

Im Juni in der Queerfilmnacht und ab 25. Juni im Kino

ein Film von Rosanne Pel

Anna und Charlotte leben in konstantem Wettbewerb miteinander. So jedenfalls will es Mutter Ines, die mal die eine bevorzugt, und es die andere spüren lässt. Trotzdem kehren die ungleichen Schwestern – die eine queer und unangepasst, die andere eine vermeintlich toughe Erfolgsfrau – in das Haus ihrer Kindheit in Norddeutschland zurück. Alte Wunden brechen auf und gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht: Wessen Asche versteckt ihre Mutter? Was verbindet sie mit einer ungarischen Eselfarm? Auf der Suche nach Antworten finden die ungleichen Schwestern neues Vertrauen zueinander.

Ab 18. Juni im Kino

ein Film von Joscha Douma

Die Zukunft ist da und verspricht eine schöne, neue Welt: Fremdsprachen lassen sich in Sekundenschnelle lernen, Fachwissen einfach uploaden und virtuelle Rauscherlebnisse eröffnen neue Horizonte. Möglich machen das Anschlüsse am Kopf, über die sich menschliche Gehirne direkt mit Computern und sogar anderen Gehirnen verbinden lassen. Eine anarchistische Hacker-Truppe probiert das alles lustvoll aus – nur die kritische Mona (Naemi Florez) ist strikt gegen die neue Technologie. Doch als ihr Freund Milo (Jannik Schümann) in ein neurotechnisches Koma fällt, hat nur Mona den Mut, sich Brainbugs oder Mental Malware auszusetzen. Denn um Milo zu retten, muss sie selbst in seinen Kopf reisen.

Jetzt im Kino

ein Film von Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner

Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur. Mit Songs wie „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles verändert sich“ und „Der Traum ist aus“ geben Ton Steine Scherben einer Generation eine Stimme. Ihre Musik begleitet Hausbesetzungen, politische Kämpfe und die Suche nach einem anderen Leben. „Scherbenland“ folgt den Spuren dieser Zeit und fragt: Was ist von diesem Aufbruch geblieben? Im heutigen Berlin begegnet „Scherbenland“ Musiker:innen, deren Songs vom Leben im Kiez erzählen – darunter das Rap-Trio RAPK und die Songwriterin Maike Rosa Vogel.

In ausgewählten Kinos

ein Film von Čejen Černić Čanak

Marko glaubt, seinen Weg gefunden zu haben: In der Schule wird er als Sportler gefeiert, mit seiner Freundin führt er eine stabile Beziehung, in der Werkstatt seines Vaters wartet ein guter Job. Er ist einer, den alle mögen – und als es darum geht, sein kroatisches Heimatdorf vor einer Flut zu schützen, stapelt er Sandsäcke, wie alle anderen auch. Doch dann taucht ein Freund aus der Vergangenheit auf und weckt Gefühle, die Markos sorgsam zusammengebautes Selbstbild in Frage stellen – und das Selbstverständnis der konservativen Dorfgemeinschaft gleich mit.

Exklusiv im Salzgeber Club

ein Film von Jan Eilhardt

Janines Entschluss steht fest: Gemeinsam mit ihrem asthmatischen Partner verlässt sie Berlin und kehrt zurück in das kleine Dorf, in dem sie geboren wurde. Abseits der Metropole nehmen allerdings die Geister ihrer Vergangenheit wieder die Verfolgung auf: Beleidigungen, Anfeindungen, Übergriffe werden ständige Begleiter. Besonders ihr Nachbar Peter weckt dunkle Erinnerungen – und zieht Janine gleichzeitig in einen gefährlichen Bann.