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Common Threads – Stories from the Quilt

ein Film von Rob Epstein und Jeffrey Friedman

USA 1989, 79 Minuten, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln und deutsche Sprachfassung

FSK 0

Common Threads – Stories from the Quilt

Robert Epstein („The Times of Harvey Milk“) und Jeffrey Friedman dokumentierten Ende der 1980er Jahre den Beginn des Aids Memorial Quilts. In diesem gemeinschaftlichen, bis heute andauernden künstlerischen Projekt werden Erinnerungsstücke von Aids-Toten zusammengewebt und damit dem Vergessen und der Ignoranz entrissen.

Dieser Film fasst die Erfahrungen der ersten Dekade des Umgangs mit Aids zusammen, die Trauer über die Verluste, die Wut über die Untätigkeit der Reagan-Regierung und den Kampfgeist der Aids-Bewegung. Und zu einer Zeit, in der die schwulen Opfer der Epidemie in den Medien unsichtbar blieben, bot „Common Threads – Stories from the Quilt“ das ganze Instrumentarium eines großen Hollywood-Films auf, engagierte Dustin Hoffman als Erzähler und Bobby McFerrin als Soundtrack-Komponist, um das Thema so selbstbewusst wie möglich zu erzählen.

1989 erhielten die Filmemacher dafür den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Ein unentbehrliches Dokument schwuler Geschichte.

Trailer

Galerie

Biografien

ROB EPSTEIN, geboren 1955, hat als Cutter an zahlreichen Dokumentar- und Spielfilmen gearbeitet. Bereits sein Dokumentarfilm „Word Is Out“ über den Kampf von 26 homosexuellen Männern und Frauen für Gleichberechtigung wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1981 war er Co-Produzent von Lucy Winters Dokumentation „Greetings From Washington, D.C.“, der einen Oscar erhielt. Seinen ersten eigenen Oscar gewann Epstein mit dem Dokumentarfilmklassiker „The Times of Harvey Milk“ (1985), bei dem er nicht nur an der Regie, sondern auch am Buch und am Schnitt beteiligt war und den er außerdem koproduzierte. „The Times of Harvey Milk“ erhielt ferner den New York Film Critics Circle Award für den Besten nicht-fiktionalen Film und einen Preis der amerikanischen Filmkritiker, die ihn als einen der besten Dokumentarfilme des Jahrzehnts bezeichneten. Der Film wurde vom UCLA Film & Television Archive als Restaurierungsprojekt ausgewählt und erlebte seine erste Wiederaufführung (nun in 35mm) im Jahr 2000.

JEFFREY FRIEDMAN, geboren 1951, trat als Kind auf New Yorker Off-Broadway-Bühnen auf. Anfang der 1970er Jahre wechselte er zum Film und wurde Schnittassistent, etwa bei William Friedkins „Der Exorzist“ (1973), Martin Scorseses „Wie ein wilder Stier“ (1980) und der Walt-Disney-Verfilmung „Wenn die Wölfe heulen“ (1983). Später war er als eigenverantwortlicher Cutter für das US-Fernsehen tätig.

1987 gründeten Epstein und Friedman in San Francisco die Produktionsfirma Telling Pictures. Ihre erste Gemeinschaftsproduktion war „Common Threads – Stories from the Quilt“ (1990), ein Dokumentarfilm über die Opfer des HI-Virus der ersten zehn Jahre. Auch für diesen Film gab es den Oscar für den Besten Dokumentarfilm, außerdem den Interfilm Preis der Berlinale und den Peabody Award. Mit ihrem nächsten Projekt „The Celluloid Closet“ (1995) feierten Epstein und Friedman erneut große Erfolge. Ihre Studie über die Darstellung von Schwulen und Lesben in Hollywood-Filmen wurde bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig uraufgeführt und erhielt u.a. den Teddy der Berlinale 1995.

Mit „Paragraph 175“ (2000) deckten Epstein und Friedman ein bislang unbehandeltes Kapitel der Geschichte auf – die Erfahrungen von Schwulen im Nationalsozialismus (Fipresci-Preis und Teddy der Berlinale, Directing Award beim Sundance Film Festival u.a.).

Nebenher sind beide Filmemacher vielbeschäftigte Produzenten von dokumentarischen Formaten für das amerikanische Fernsehen, gefragte Dozenten und Ratgeber sowie Mitglieder in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Gemeinsame Filmografie:

  • 1989

    „Common Threads – Stories from the Quilt“ (Dok.)

  • 1993

    „Where Are We? Our Trip Through America“ (Dok.)

  • 1995

    „The Celluloid Closet“ (Dok.)

  • 1999

    „Xtreme – Sports To Die For“ (TV)

  • 2000

    „Paragraph 175“ (Dok.)

  • 2002

    „Underground Zero“ (Segment „Isaiah’s Rap“) (Dok.)

  • 2005

    „An Evening With Eddie Gomez“ (Dok.)

  • 2006

    „Ten Days That Unexpectedly Changed America: Gold Rush“ (TV)

  • 2010

    „Howl – Das Geheul“

  • 2013

    „The Battle of Amfar“

  • 2013

    „Lovelace“

  • 2014

    „And the Oscar goes to“ (TV)

  • 2018

    „Endspiel“ (Dok.-KF)

  • 2019

    „State of Pride“ (Dok.)

  • 2019

    „Linda Ronstadt: The Sound of My Voice“ (Dok.)


Credits

Cast

Erzähler

Dustin Hoffman

Crew

Regie, Schnitt & Coproduktion

Rob Epstein, Jeffrey Friedman

Drehbuch

Rob Epstein, Jeffrey Friedman, Cindy Ruskin

Kamera

Jean de Segonzac, Dyanna Taylor

Musik

Bobby McFerrin

Produzent

Bill Couturié

eine Produktion von Couterie, HBO und Telling Pictures

im Verleih von Salzgeber