In der queerfilmnacht & ab 12. Januar im Kino

So Damn Easy Going

ein Film von Christoffer Sandler

Schweden/Norwegen 2022, 91 Minuten, schwedische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

FSK 12

Kinostart: 12.01.2023

So Damn Easy Going

In Joannas Kopf dreht eine Achterbahn wilde Loopings, alles ist ständig in Bewegung. Medizinisch gesagt: Sie hat ADHS. Kurzfristig helfen unverbindlicher Sex mit ihrem Mitschüler Matheus, Schwimmen im Pool und vor allem ihre Medikamente. Doch als die ausgehen und ihr arbeitsloser Vater auch nicht helfen kann, muss Joanna kreativ werden, um selbst an Geld zu kommen. Mitten im Chaos steht plötzlich eine neue Klassenkameradin vor ihr, die coole und selbstbewusste Audrey. Und Joanna hat nicht mehr nur blitzende Gedanken, sondern auch ein wild pochendes Herz.

In seinem Film lässt uns der schwedische Regisseur Christoffer Sandler mit viel Humor und leuchtenden Bildern in die besondere Erfahrungswelt seiner Hauptfigur eintauchen. „So Damn Easy Going“ erzählt von einer ersten Liebe, bei der mit größter Intensität auf einen Schlag alles zur Ruhe kommt. Ein bittersüßer romantischer Coming-of-Age-Film, ausgezeichnet mit dem QueerScope-Debütfilmpreis und dem queeren Filmpreis des Braunschweig International Film Festivals, ECHT.

Termine Queerfilmnacht

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Trailer

Biografie

CHRISTOFFER SANDLER (Regie), geboren 1986, arbeitet seit 2010 für Film und Fernsehen. Seine Comedy-Serie „Sjukt Oklar“ (2018), die er für den schwedischen Sender SVT schrieb und inszenierte, war bei Teenagern ein Hit und erreichte eine halbe Million Zuschauer:innen. „So Damn Esay Going” ist sein Spielfilmdebüt.

JENNY JÄGERFELD (Autorin der Romanvorlage) ist Autorin und Psychologin. Für ihre Kinder- und Jugendbücher hat sie zahlreiche Preise erhalten, u.a. den renommierten Astrid-Lindgren-Preis und den August-Preis. In deutscher Sprache sind „Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich“ (2010, dt. 2014 bei Carl Hanser), „Comedy Queen“ (2018, dt. 2020 bei Urachhaus) „ Mein geniales Leben“ (2019, dt. 2021 bei Urachhaus) erschienen.

Director’s Statement
Christoffer Sandler über seinen Film

Joannas Geschichte ist eine Geschichte, mit der sich viele junge Menschen identifizieren können. Das größere Thema des Films ist, zu akzeptieren, wer man ist, auch mit seinen vermeintlichen Fehlern und Mängeln, sei es ADHS oder etwas anderes.

Unser Hauptaugenmerk lag darauf, die Zuschauer:innen in Joannas Lage zu versetzen, ein Gefühl für sie zu bekommen und sie anzufeuern, etwas Besseres zu erreichen. Hier kommt Audrey ins Spiel. Sie füllt eine große Lücke in Joannas Leben. Audrey ist der Schlüssel zu Joannas Erkenntnis, dass sich die Dinge ändern müssen, um besser zu werden. Nicht nur für sie selbst, sondern auch für die Menschen, die ihr nahe stehen.

Joannas ADHS ist ein großer Teil von ihr, und da die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird, fließt die Energie und Spontaneität, die damit einhergeht, in die Art und Weise ein, wie der Film erzählt wird. Übergänge zwischen den Szenen verleihen der Geschichte einen besonderen Fluss, als wäre sie ständig in Bewegung, ähnlich wie Joannas ADHS. Und es gibt schnelle Schnitte, die uns in die nächste Szene stürzen lassen, um Joannas inneres Chaos zu verstärken.

Joanna sehnt sich nach Ruhe. Sie findet sie zunächst nur, wenn sie ins Wasser eintaucht, wie sie es früher mit ihrer Mutter getan hat. In diesen Momenten ist der Eindruck der übrigen Welt völlig abgedämpft und Joanna ist die einzige, die existiert. Als sie sich traut, sich Audrey zu öffnen, wird der Rest der Welt dunkel – und ein neuer Safe Space öffnet sich.

In der Tonlage balanciert der Film auf der Grenze zwischen Drama und Komödie. Er ist mit viel Herz, viel Humor und leicht überhöht erzählt, um Joannas Gefühle hervorzuheben. Kinematographie, Musik, Sounddesign und Schnitt spielen eine entscheidende Rolle. Wir wollten die Geschichte mit einer besonderen Sensibilität erzählen – mit magischen und traumhaften Momenten, aber ohne den authentischen Eindruck der Geschichte zu verlieren. Ich möchte, dass die Zuschauer:innen wirklich unterhalten und bewegt sind, wenn sie den Film sehen.

Credits

Crew

Regie

Christoffer Sandler

Drehbuch

Christoffer Sandler, Lina Åström, Jessika Jankert, Linda-Maria Birbeck

Literarische Vorlage

„I’m Just So-o Easy Going“ von Jenny Jägerfeld

Kamera

Nea Asphäll

Schnitt

Jens Christian Fodstad, Robert Krantz

Produktionsdesign

Elle Furudahl

Kostümdesign

Sara Pertmann

Musik

Gustaf Spetz

Makeup

Jessica Cederholm

Sounddesign

Gunn Tove Grønsberg, Therese Næss Diesen

Soundmix

Per Boström Gunn, Tove Grønsberg

Casting

Simon Borka Otterstål, Archana Khanna

Ko-Produzent:innen

Peter Possne, Anna Croneman, Gudny Hummelvoll, Eleonore Anselme

Produzentinnen

Annika Hellström, Erika Malmgren

Cast

Nikki Hanseblad

Melina Paukkonen

Shanti Roney

Emil Algpeus

Produziert von Cinenic Film
In Ko-Produktion mit Film i Väst, Sveriges Television, Hummelfilm
Mit Unterstützung von Swedish Film Institute, Norwegian Film Institute, Nordisk Film & TV Fond, Creative Europe, Lindholmen Science Park, City of Gothenburg, in Verbindung mit C More

im Verleih von Salzgeber