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Eastern Boys

ein Film von Robin Campillo

Frankreich 2013, 129 Minuten, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

FSK 16

Eastern Boys

Am Pariser Gare du Nord lernt der Mitte 40-jährige Daniel den jungen Marek kennen, der seinen Körper für 50 Euro anbietet. Sie verabreden sich bei Daniel, wo aber wenig später eine ganze Bande osteuropäischer Jungs auftaucht und eine Party feiert, zu der der Gastgeber nicht eingeladen hatte. Fest im Glauben, einem üblen Trick aufgesessen zu sein, ist Daniel überrascht, als am nächsten Tag Marek bei ihm vor der Tür steht und sein Versprechen einhalten möchte. Aus einer „Geschäftsbeziehung“ wird nach und nach ein regelmäßiges, aber immer unklareres Verhältnis. Kann zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen tatsächlich Liebe erstehen?

„Eastern Boys“ lotet die Beziehung zwischen einem Stricher und einem Freier aus, ohne die sozialen Hintergründe der illegal in Frankreich arbeitenden osteuropäischen Jungs zu beschönigen. Immer, wenn der Verlauf der Geschichte von Marek und Daniel voraussehbar scheint, entwickelt sie sich in eine unvorhergesehen Richtung. Robin Campillos dramatische Liebesgeschichte wurde 2013 beim Internationalen Filmfestival von Venedig uraufgeführt und erhielt dort den Hauptpreis der prestigeträchtigen Nebensektion „Orrizonti“.

Trailer

Biografie

ROBIN CAMPILLO (Regie, Buch & Schnitt) wurde 1962 in Marokko geboren. 1983 begann er sein Studium an der Pariser Filmhochschule IDHEC (der heutigen „La Femis“). Hier lernte er den späteren Regisseur Laurent Cantet kennen, mit dem er seit den späten 90er Jahren immer wieder zusammengearbeitet hat. Campillo war Co-Editor und/oder Co-Drehbuchautor bei allen Langfilmen Cantets seit „Freiwillig verbannt“ („Les sanguinaires“, 1997), darunter „Auszeit“ („L’emploi du temps“, 2001), „In den Süden“ („Vers le sud“, 2005), „Die Klasse“ („Entre les murs“, 2008) – der Gewinner der Golden Palme von Cannes –, „Foxfire“ (2012) und jüngst „L’atelier“ (2017). 2004 führte Campillo erstmals selbst Regie: bei dem Zombiefilm „Les revenants“, der bei den Filmfespielen in Venedig uraufgeführt wurde. „Eastern Boys“ ist sein zweiter Film als Regisseur. Es folgte das Aids-Aktivist_innen-Drama „120 BPM“, mit dem er 2017 in Cannes den Großen Preis der Jury gewann.

Filmografie (als Regisseur, Autor und Editor):

  • 1997

    „Freiwillig verbannt“ („Les sanguinaires“), Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 1999

    „Ressources humaines“, Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 2001

    „Auszeit“ („L’emploi du temps“), Drehbuch, Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 2003

    „Wer tötete Bambi?“ („Qui a tué Bambi?“), Schnitt (Regie: Gilles Marchand)

  • 2004

    „Les revenants“, Regie, Drehbuch, Schnitt

  • 2005

    „In den Süden“ („Vers le sud“), Drehbuch, Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 2008

    „Die Klasse“ („Entre les murs“), Drehbuch, Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 2012

    „Foxfire“, Drehbuch, Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 2013

    „Eastern Boys“, Regie, Drehbuch, Schnitt

  • 2014

    „Retour à Ithaque“, Schnitt (Regie: Laurent Cantet)

  • 2016

    „Planetarium“, Drehbuch (Regie: Rebecca Zlotowski)

  • 2017

    „L’atelier“, Drehbuch (Regie: Laurent Cantet)

  • 2017

    „120 BPM“ („120 battements par minute“), Regie, Drehbuch, Schnitt