Fucking Different Tel Aviv
Exklusiv im Salzgeber Club

Fucking Different Tel Aviv

realisiert von Kristian Petersen & Yair Hochner

Israel/Deutschland 2008, 95 Minuten, mehrsprachige Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Mit Kurzfilmen von Hila Ben Baruch, Stephanie Abramovich, Yair Hochner, Yasmin Max, November Wanderin, Yossi Brauman, Eran Koblik Kedar & Ricardo Rojstaczer, Avital Barak & Sie Gal, Elad Zakai, Nir Neeman, Eyal Bromberg & Sivan Levy, Anat Salomon

FSK 16

Jetzt streamen im Salzgeber Club

Fucking Different Tel Aviv

Im dritten Teil der „Fucking Different“-Reihe stellen sich sechzehn homosexuelle israelische Künstler:innen der Herausforderung, Filme über Liebe, Sex und Erotik beim jeweils anderen Geschlecht zu machen. Egal ob fiktional oder dokumentarisch, experimentell oder dramatisch: Die entstandenen Werke bieten einen tiefen Einblick nicht nur ins Lieben der queeren Community Tel Avivs. Sie zeigen mal feinfühlig, mal ironisch die tiefen Widersprüche eines Lebens innerhalb der Weißen Stadt.

Gemeinsam mit Koproduzent Yair Hochner bietet Kristian Petersen vielversprechenden lesbisch-schwulen israelischen Regisseur:innen die Möglichkeit, ihre eigenen Vorurteile über den Sex des jeweils anderen Geschlechts zu reflektieren. Dabei widmen sie sich den Themen, die das queere Leben Tel Avivs wirklich prägen; Orthodoxie, Politik, Protest. „Fucking Different Tel Aviv“ ist smart und sexy und womöglich der politischste Beitrag der Reihe.

Über die Kurzfilme

POLITICAL SEX
Ein Film von Hila Ben Baruch

Yosi und Tsufi daten, doch könnten ihre politischen Positionen kaum weiter auseinanderliegen. Kann ihre gegenseitige Zuneigung helfen, ihre unvereinbaren Ansichten zu überwinden?

I AM BRIGITTE
ein Film von Stephanie Abramovich

Emmanuel ist 22 und sehnt sich nach der großen Liebe. Doch die Typen, die er datet, sind am nächsten Morgen direkt wieder weg. Seine Frustration kanalisiert er als Drag Queen Brigitte de la Rue.

ONE BENCH LEFTONE BENCH RIGHT
Ein Film von Yair Hochner

In einem gemütlichen Park geraten eine Friedensaktivistin und eine radikale Zionistin aneinander. Ihr ekstatischer Streit schlägt schon bald in etwas Anderes über.

PUBLIC ASYLUM
ein Film von Yasmin Max

Daniel, der aus einer religiösen Familie stammt, nimmt den letzten Bus aus seinem Dorf nach Tel Aviv. Dort plant er, seinem liebsten Radiomoderator seine Zuneigung zu gestehen. Die Geschichte und Gegenwart eines ehemaligen Cruising-Ortes beeinflusst ihr Zusammensein.

DESARMES
ein Film von November Wanderin

Eine quälende Jagd nach einem unbekannten Eros: In der vergänglichen Stadt Tel Aviv inszenieren Tänzer Daniel und Avi ein flüchtiges Abenteuer, bei dem sie sich spielerisch gegenseitig jagen und ihr Begehren bewusst unterdrücken.

A.S.P.H.A
ein Film von Yossi Brauman

Stunden bevor der Eurovision Song Contest in Tel Aviv starten soll entführen Dana und Michelle Sängerin Ninet. Freilassen wollen sie sie nur im Austausch gegen Danas Ex, einen palästinensischen Gefangenen.

THE SHAME
ein Film von Eran Koblik Kedar & Ricardo Rojstaczer

Der Abend vor Drehbeginn eines erotischen Kurzfilms. Ein einziger Anruf, der alles verändert. Plötzlich beschließen die Darstellerinnen, dass es für sie besser wäre, nicht mitzuwirken – aus welchen Gründen auch immer. Alles was bleibt, sind leere Bilder.

DOES NOT DEPEND ON
ein Film von Avital Barak & Sie Gal

Zwei Yeshiva-Studenten verlieben sich ineinander – doch sie fürchten sie sich davor, ihre Liebe in ihrem Religiösen Umfeld auszuleben.

BLOOD MONEY
ein Film von Elad Zakai

Ein düsterer und gewalttätiger Film, der eine dramatische Nacht im Leben eines jungen Paares schildert, in der eine geheimnisvolle Frau in ihr Leben tritt und ihre Welt auf den Kopf stellt.

YOSSI & YASMIN
Ein Film von Nir Neeman

Yossi besucht ein letztes Mal seine alte Schule. Einst voller Leben, steht sie heute verfallen da. Er hört eine Stimme aus seiner Vergangenheit – seine beste Freundin Yasmin. Yossi folgt ihr durch die alten Flure und Klassenzimmer und grübelt dabei über Liebe, Sex und Intimität nach, als wäre er wieder 17.

CHERCHER LA FEMME
ein Film von Eyal Bromberg & Sivan Levy

Voll unerfülltem Begehren begibt sich eine Frau in die dunkle Fantasie eines lesbischen Fetischclubs.

SOMETIMES YOU GIVE SOMETIMES YOU GET
ein Film von Anat Salomon

In der Nacht des Purimfests sprechen feiernde schwule Männer über die Rollen, die sie in ihren Beziehungen einnehmen.

Biografien

HILA BEN BARUCH ist die Tochter einer deutschen Mutter und eines irakischen Vaters und wuchs in Givatayim auf. Sie studierte Biologie und Psychologie. Ihre zwei Jahre Kriegsdienst war sie Teil der Israelischen Luftstreitkräfte. Danach lebte sie in New York. Mit ihrer Teilnahme an „Fucking Different Tel Aviv“ kehrte sie nach Israel zurück und begann beim TLVFest zu arbeiten.

STEPHANIE ABRAMOVICH wurde 1975 geboren. Sie studierte Film am Beitberl College und arbeitet als Filmeditorin. Sie hat mehrere Kurzfilme produziert, die auf internationalen Festivals liefen.

YAIR HOCHNER wurde in Kfar Sava, Israel, geboren. Auf Anregung der renommierten Regisseure keren Yedaya und Tomer Heyman produzierte er seinen Debütfilm „Good Boys“, für den er 2005 beim Outfest mit dem Emerging Talent Award ausgezeichnet wurde. Er war künstlerischer Leiter des TLVFest und unterrichtete Film. Zudem produzierte er gemeinsam mit Kristian Petersen „Fucking Different Tel Aviv“.

YASMIN MAX ist eine israelische Autorin und Medienwissenschaftlerin. Sie war künstlerische Leiterin der ersten lesbischen Filmreihe in der Cinematheque Tel Aviv und forschte im Bereich der Queer Studies. Ihre filmischen Arbeiten sind inspiriert vom Stil der Dogma-Bewegung.

NOVEMBER WANDERIN, 1972 in Chicago geboren, ist Regisseurin für Spiel- und Dokumentarfilme mit wechselndem Wohnsitz. Sie hält einen Bachelor als Übersetzerin und Drehbuchautorin. Sie produzierte mehrere Kurzfilme, wie „Kosher Love in Berlin?“, „The Night Trotsky Came to Dinner“ und „Desarmes“, der Teil eines filmischen Triptychons über transnationale Liebe zwischen Berlin, Paris und Tel Aviv ist.

YOSSI BRAUMAN wurde 1982 in Petach tikva geboren. Er studierte Film an der Camera Obscura und war mit seinem ersten Film „Anina“ Teil des Programms des ersten TLVFest. 2017 veröffentlichte er gemeinsam mit seinem Partner Elad Ben Elul die Webserie „Neviim: Operation Amram“, in der es um das Verschwinden jemenitischer Kinder durch das Israelische Gesundheitssystem während der Etablierung des Landes ging.

ERAN KOBLIK KEDAR, 1972 in Israel geboren, verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Osteuropa. 1996 beendete er sein Schauspielstudium und lebte ein Jahr in New York, bevor er begann an der Tel Aviv University Film und Fernsehen zu studieren. Als Regisseur hat er mehrere Kurzfilme veröffentlicht.

RICARDO ROJSTACZER wurde 1963 in Argentinien geboren und migrierte 1982 nach Israel. Er hält einen Bachelor in Fotografie und Videokunst der Bezalel Academy of Art, Jerusalem und studierte Filmwissenschaft an der Camera Obscura, Tel Aviv. Neben seinen eigenen filmischen Arbeiten, ist er als Schnittmeister tätig.

AVITAL BARAK ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin, wohnhaft in Lissabon. Sie erhielt Forschungsstipiendien am CineLab/IFILNOVA der NOVA-Universität Lissabon. Ihre Doktorarbeit beschäftigte sich mit dem Potential körperbezogene performative und widerständige Praktiken im öffentlichen Raum. Ihre transdisziplinäre künstlerische Forschung findet im Kontext einer Methode kollektiver Untersuchung statt. Dabei beschäftigt sie sich mit der Geschichte von Palästina-Israel.

ELAD ZAKAI wurde 1981 in Tel Aviv geboren und studierte an der Tel Aviv University. Sein Abschlussfilm „Ben Comes Home“ wurde weltweit auf Filmfestivals gezeigt. Weiterhin dreht er Musikvideos und arbeitet als Regisseur für Fernsehformate.

NIR NEEMAN produziert seit Mitte der Neunziger Kurzfilme. 2003 gewann er mit „Send Me Angel“ den Publikumspreis beim Lovers Film Festival Torino. Er arbeitet als Programmierer im der Herzliya Cinematheque.

EYAL BROMBERG ist ein aus Israel stammender Tänzer mit Abschlüssen vom Kibutzim College in Tel Aviv, sowie von der Salzburg Experimental Academy of Arts. Seine Arbeiten, die unter anderem in Zusammenarbeit mit den Choreografinnen Patricia Carolin Mai, Doris Uhlich und Andrea Gunnlaugsdóttir enstanden, wurden weltweit aufgeführt.

SIVAN LEVY, 1987 geboren, studierte an der Alon School of Arts und war während ihres Militärdiensts Sängerin beim Orchester der IDF. Mit dem Ende ihres Militärdiensts 2009 begann sie als Schauspielerin für Filme und im Fernsehen aufzutreten. Für ihre Rolle in „Six Acts“ von Jonathan Gurfinkel wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ophir Award als Beste Hauptdarstellerin. Als Regisseurin veröffentlichte sie mehrere Kurzfilme.

Weitere Filme
von Kristian Petersen

Fucking Different

realisiert von Kristian Petersen

Fucking Different New York

realisiert von Kristian Petersen

Fucking Different São Paulo

realisiert von Kristian Petersen in Zusammenarbeit mit Associação Cultural Mix Brasil & Rodrigo Diaz Diaz

Fucking Different XXX

realisiert von Kristian Petersen in Zusammenarbeit mit Jürgen Brüning Filmproduktion und Manuela Kay

Fucking Different XXY

realisiert von Kristian Petersen

Fucking Different Generations

realisiert von Kristian Petersen