Fucking Different
Exklusiv im Salzgeber Club

Fucking Different

realisiert von Kristian Petersen

Deutschland 2004, 90 Minuten, mehrsprachige Originalfassung, teilweise mit deutschen Untertiteln

Mit Kurzfilmen von Martina Minette Dreier & Heidi Kull, Jörg Andreas, Kristian Petersen, Nathalie Percillier, Annette Hollywood & Anna Gollwitzer, Michael Brynntrup, Waltraud Weiland, Jürgen Brüning, Isabella Gresser, Eva Bröckerhoff & Juana Dubiel, Undine Frömming, Ades Zabel, Michael Stock, Markus Ludwig & Peter Oehl

FSK 16

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Fucking Different

Was passiert, wenn man lesbische Künstlerinnen bittet, ihre Vorstellungen von schwuler Sexualität filmisch abzubilden? Und was verstehen wiederum schwule Filmschaffende von lesbischem Sex? Egal ob animiert oder dokumentiert, experimentell oder konventionell: Die Beiträge, die Kristian Petersen für den ersten Teil seiner Kompilationsfilmreihe „Fucking Different“ unter dieser Prämisse sammelte, sind mal witzig, mal nachdenklich aber immer erhellend. Und sehr sexy.

In 15 Kurzfilmen erzählt „Fucking Different“ von den kleinen und großen Unterschieden und Gemeinsamkeiten homosexuellen Begehrens. Die Kompilation ist dabei mehr als Fantasy-Kino mit viel Sex. Über zwanzig Jahre nach Veröffentlichung zeigt sie die Perspektiven, die in den schwul-lesbischen Lagern der Queer-Community das Denken übereinander bestimmten – und macht ein verspieltes Angebot, diese gedachten Grenzen zu übertreten. Denn trotz aller Unterschieden bleibt eins immer klar: We are not just fucking differently, we are FUCKING DIFFERENT!!!

Über die Kurzfilme

GEILE SAU
ein Film von Martina Minette Dreier & Heidi Kull

Die erotisch aufgeladene Fantasie zweier Lesben über sich selbst als schwule Männer.

DER ANDERE PLANET
ein Film von Jörg Andreas

Zwölf schwule Männer monologisieren über ihre Vorurteile gegenüber lesbischem Sex.

MIT HERZ
ein Film von Kristian Petersen

Zwei Frauen haben soften Sex. Doch aus dem idyllischen Klischee wird schnell etwas Dunkleres.

PRACHT
ein Film von Nathalie Percillier

Ein schwuler Mann im Zug stellt sich eine erotische Fantasie mit dem Passagier gegenüber vor.

WHO IS AFRAID OF?
ein Film von Annette Hollywood & Anna Gollwitzer

Hinter den Kulissen eines schwulen Hardcore-Porno-Drehs.

BLUE BOX BLUES (DIE INSZENIERUNG EINER FOTOGRAFIE)
ein Film von Michael Brynntrup

Die Dokumentation einer Fotografie. Zwischen Zärtlichkeit und Gewalt.

MELANCHOLY ROSE
ein Film von Waltraud Weiland

Das Audiozeugnis des sexuellen Erwachens eines Mannes in seiner Jugendzeit.

MARTINA
ein Film von Jürgen Brüning

Martina ist von Tennisfrauen besessen. Spielen tut sie jedoch nur mit sich allein. Doch als ihre neue Nachbarin klopft, um sich über den Lärm aus ihrer Wohnung zu beschweren, findet Martina endlich eine Mitspielerin.

CALLING AN OCEAN
ein Film von Isabella Gresser

Eine Frau beobachtet zwei männliche Rowdies, die in der Bibliothek Unfug anstellen. Als sie über ein Gemälde von David Hockney stolpert, beginnt sie über die Zärtlichkeit in ihrem Verhalten zu fantasieren.

MOTORCYCLE IN LOVE
ein Film von Eva Bröckerhoff & Juana Dubiel

Die Nacht gehört den Liebenden; Ein schwules Paar fährt auf seinem Motorrad aus Obst und Gemüse durch eine Berliner Nacht.

SCHWULE ELFEN
ein Film von Undine Frömming

Kurzdokumentarfilm über schwule Elfen und das isländische Penismuseum.

DIE FAHRRADBOTIN
ein Film von Ades Zabel

Ades Zabel in einer tuntigen Geschäftsfrauen-Fantasy.

STERNENSTAUB VERLOREN
ein Film von Michael Stock

Eine einsame Frau zieht durch die Bars bis sie eine findet, mit der sie nach Hause gehen kann.

DER HAMMER
ein Film von Markus Ludwig & Peter Oehl

Ein lustvolles Musical über eine Frau, die eine heiße Heimwerkerin zu sich in die Wohnung einlädt.

Biografie

MARTINA MINETTE DREIER, in Ostwestfalen aufgewachsen, machte einen Abschluss im Fach Gestaltung an der Fachhochschule Bielefeld und zog 1993 nach Berlin. Sie ist unter anderem bekannt für ihre großformatigen Gemälde queerer Persönlichkeiten der Berliner Szene, in denen sie mit Stilelementen klassischer Maler arbeitet.

HEIDI KULL war eine in Berlin lebende Illustratorin, Filmemacherin und Betreiberin des Atelier Kull in Kreuzberg. In den 80ern arbeitete sie für das feministische Magazin Primadonna und gründete die Zeitschrift BLAU. Später war sie eine der Protagonistinnen von Läsbisch TV, dem ersten lesbischen Fernsehmagazin. Ihr Kurzfilm „Geliebte Mörderin“ wurde 1992 beim Frameline Filmfestival in San Fransisco ausgezeichnet.

JÖRG ANDREAS, 1966 geboren, ist ein deutscher Regisseur. 1996 gründete er gemeinsam mit Jürgen Brüning die schwule Porno-Produktionsfirma Cazzo Film und drehte im selben Jahr an Originalschauplätzen in Berlin-Schönberg den Szenefilm „Berlin Techno Dreams“.

KRISTIAN PETERSEN ist Filmemacher, Produzent, Hochschuldozent und Filmkurator. Seit 2009 ist er als Moderator bei der Berlinale (Panorama) tätig. Er ist Programmgestalter für mehrere internationale Filmfestivals (Pornfilm Festival Berlin) und seit 2015 für verschiedene Musikfestivals. (Sziget, Melt!, Lollapalooza, Berlin Festival). In seinen Konzepten hinterfragt er Geschlechterbinarität. Seine Kurzfilmsammlungen „Fucking Different“ wurden auf vielen Filmfestivals weltweit gezeigt. Er wurde zu mehreren Podiumsdiskussionen eingeladen und war als Jurymitglied bei verschiedenen Filmfestivals tätig.

NATHALIE PERCILLIER wurde 1960 in Paris geboren. Sie studierte an der UdK und der dffb in Berlin. Mehrere ihrer Kurzfilme feierten bei der Berlinale ihre Uraufführung, so auch „Heldinnen der Liebe“, der mit dem Teddy Award als Bester Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Mit „#manifestA“ folgte 2013 ihr erster Langfilm. Sie ist eine der Vorsitzenden bei Pro Quote Regie.

ANNETTE HOLLYWOOD, 1969 in Mainz geboren, ist eine deutsche Künstlerin, die ebenfalls im Bereich Film arbeitet. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich performativ mit dem Mensch- und Künstler:in-Sein in einer von Massenmedien dominierten Welt. Dafür prägte sie die Strategie des „Performing found footage“. Weiterhin engagierte sie sich ab 2006 ehrenamtlich im Vorstand des Deutschen Künstlerbunds sowie in der Internationalen Gesellschaft für Bildende Künste.

ANNA GOLLWITZER, 1968 in Kraiburg am Inn geboren, studierte ab 1996 Freie Kunst an der HBK Braunschweig und ist als bildende Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten beschäftigen sich dem Verhältnis von Körper und Raum und sind ebenfalls geprägt durch ihre Erfahrung als Tänzerin.

Geboren 1959 in Münster/Westfalen, studierte MICHAEL BRYNNTRUP in Freiburg und Rom Kunstgeschichte und Philosophie und absolvierte ein Studium Freie Kunst in der Filmklasse der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seit den 80ern verwirklichte er über 80 Film- und Videoprojekte, die weltweit präsentiert wurden. Sein Fokus liegt in besonderer Weise auf der Arbeit mit Super-8-Material. Er ist Gründungsmitglied der Oyko-Film-Coop und des Interfilm Festivals Berlin, Mitinitiator des Berliner Plenums zur Kulturellen Filmförderung sowie Jury-Mitglied verschiedener Filmförderungen und Internationaler Filmfestivals.

WALTRAUD WEILAND schloss ihr Studium an der HBK Braunschweig mit Diplom ab. Als Wahl-Neuköllnerin engagierte sie sich unter anderem im Team des Festivals 48 Stunden Neukölln und beim Neuköllner Kunstpreis. 2020 gründete sie gemeinsam mit Carola Burchert den feministischen nicht-kommerziellen ZF Projektraum, mit dem Ziel mehr Frauen in die Kunstwelt zu bringen.

JÜRGEN BRÜNING lebt und arbeitet in Berlin. Seit Anfang der 80er Jahre Kinoarbeit in Berlin und in den USA. Programmauswahl in Leipzig, Ljubljana, DokumentArt und Berlinale. Zusammenarbeit mit Bruce LaBruce, Ela Troyano, Nan Goldin, Thunska Pansittivorakul, Maria Beatty, Richard Kern, Cheryl Dunye, Kristian Petersen, Manuela Kay, Claus Matthes, Tatiana Saphir, Jochen Werner, Niels Bormann, Jörn Hartmann, Susanne Sachsse u. a. 2006 hat er das Pornfilmfestival Berlin ins Leben gerufen. Möchte gerne Rentier werden.

ISABELLA GRESSER ist eine in Berlin lebende Künstlerin. Sie studierte bei Marina Abramović, Mara Mattuschka und Raimund Kummer, an der HBK Braunschweig und der UdK Berlin. In Videoinstallationen erforscht sie analoge und digitale Technologien, sowie die Soziologien von „Erschöpfungsgesellschaften“. Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Kunst- und Filmfestivals gezeigt.

UNDINE FRÖMMING promovierte 2005 am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der FU und arbeitete dort ab 2009 als Professorin. Seit 2020 ist sie Professorin an der HMKW und leitet die Masterstudiengänge Visual and Media Anthropology und Artificial Intelligence and Societies. Zudem hat sie mehrere visuell-anthropologische Feldforschungen in Indonesien, Ostafrika und auf Island durchgeführt. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Klimawandel und Naturkatastrophen.

ADES ZABEL, zunächst zum Fachverkäufer für Herrenkonfektion im KaDeWe ausgebildet, ist seit den 1980er Jahren ein fester Bestandteil der Berliner Kabarett- und Travestieszene. Besonders bekannt ist er für seine Bühnenfigur Edith Schröder (eine Neuköllner Langzeitarbeitslose), als die er unter anderem als Gastgeber von „Ediths Talentschmiede“ im Quatsch Comedy Club tätig war und seit 2003 in „Neuköllnicals“ im BKA Theater. Die Show „Wenn Ediths Glocken läuten“ wurde 2016 als Film umgesetzt.

MICHAEL STOCK ist Regisseur, Autor Produzent und Schauspieler und lebt seit 1987 in Berlin. Sein Debütfilm „Prinz in Hölleland“ ist ein direkter, dreckiger Szenefilm, der das Berlin der Neunziger authentisch in Szene setzt und dafür weltweit gefeiert wurde. Für „Postcards to Daddy“ erhielt der Regisseur 2010 den Leser:innenpreis der SIEGESSÄULE bei der Berlinale.

Weitere Filme
von Kristian Petersen

Fucking Different New York

realisiert von Kristian Petersen

Fucking Different Tel Aviv

realisiert von Kristian Petersen & Yair Hochner

Fucking Different São Paulo

realisiert von Kristian Petersen in Zusammenarbeit mit Associação Cultural Mix Brasil & Rodrigo Diaz Diaz

Fucking Different XXX

realisiert von Kristian Petersen in Zusammenarbeit mit Jürgen Brüning Filmproduktion und Manuela Kay

Fucking Different XXY

realisiert von Kristian Petersen

Fucking Different Generations

realisiert von Kristian Petersen